Kroatien, Länder, Wohnmobil-Reisen
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ALLE SCHWÄRMEN VON KROATIEN, (Küste Rundreise Juni 21)

OK, immer wieder hört man, wie herrlich Kroatien sein soll. Wir haben es vor 30 Jahren mal versucht und waren etwa 3 Stunden im Land. Der gebuchte und sauteure Campingplatz war überfüllt, wir hätten uns auf das Fussballfeld im Niemandsland ohne Schatten 500 M vom Meer stellen sollen. Für ein paar Tage, genau wüsste man das nicht. Umgedreht und nach Italien gefahren. Basta mit Kroatien.

Diesmal habe ich das sehr gut geplant. Dachte ich. In eine Kroatiengruppe in Facebook eingetreten, um Tipps gebeten, auch Einige bekommen. Eventuelle Plätze angeschaut… Was wollen wir sehen? Corona, also eher Natur als Städte. Damit fällt Istrien diesmal aus, denn da gibt es sehr schöne Städte. Also einfach mal schauen.

Wohnmobilrundreise Kroatiens Küste

Reisevorbereitungen…Coronatest, dann Anmeldebogen online, geht natürlich nicht durch…etliche Male versucht, jedes mal neu ausgefüllt, klappt nicht. Horror. Am Ende auf der Seite der Botschaft: Flutsch, durch, fertig, juhu. Nun das Ding ausdrucken, soll man an die Windschutzscheibe pinnen. Ok. Drucker druckt nicht. Zu selten benutzt. Im Internet gesucht, Drucker geputzt, er druckt!

Abfahrt! Gute Laune…es geht lohoos… Der Plan ist, bis an den Chiemsee zu fahren, dort zu schlafen und am Morgen weiterzufahren. In Österreich ist Ausgangssperre und nur Transit ohne Pausen gestattet. Ist ungefähr die Hälfte der Strecke, passt…guter Plan.

Guter Plan? Wenn du die Götter lachen hören willst , mach einen Plan! Die möglichen Raststätten und Parkplätze hatte ich mir angeschaut, aber dass man da nur maximal 3 Stunden stehen darf, stand nirgends. Doch einfach weiterfahren? Trauen wir uns nicht. Die Österreicher sind ja bekannt für ihre Knöllchen. ( ich wurde bei einer Fahrt sage und schreibe 3 mal!!! Zur Kasse gebeten. Jedes mal zu schnell. Zwischen Wiesen, kein Haus in Sicht, war innerorts, dann hab ich angeblich ein Tempo 30 Schild übersehen, und wurde geschätzt… und am Ende war ich ausserorts zu schnell. Auch geschätzt, mit 70 !)

Also müssen wir irgendwo vor der Grenze anhalten: Bad Reichenhall, allmählich wird es eng…Raus, runter, und Bingo: in Piding, direkt an der Autobahn ist ein Outletgebiet am Friedhof. Wir stehen wunderbar ruhig und im Grünen…herrlich!

Grenze, der Zollmann sieht die Slovenienvignette, wünscht schönen Urlaub und winkt uns durch. Super. Weiter gehts, die Autobahn ist Sonntags morgens fast leer, das Wetter ist herrlich. Aus heiterem Himmel scheucht uns das Navi von der Autobahn. Hm??? Ich gehorche.

Umleitung, hurra, Das Navi will uns auf Ihre Strecke zurückschicken…wir fahren die Umleitung. Nach 30 mal „bitte Wenden“ dürfen wir weiterfahren. Saueng, Serpentinen, richtig anstrengend zu fahren und vor allem , sehen wir keinen Sinn!? Bergrauf, Bergrunter….die Landschaft ist ein Traum, ich höre auf zu schimpfen und geniesse die Fahrt. Dann eben langsamer. Alles gut.

Wir kommen an die Slowenische Grenze, 1 Auto vor uns, geht fix, wir sind dran, die Dame gibt unseren Onlinecode ein, kann da auch wirklich die Testergebnisse sehen, und winkt uns nach 3 Minuten durch.

Wir fahren auf die Autobahn und kommen ganz rasch nach Pakostane. Das erste Ziel ist Camp Relax. Man soll anrufen, mache ich…ich darf das Tor öffnen und mir einen Platz suchen. Antonio kommt später. Er kommt, ist sehr nett, hat einen ganzen Stapel Broschüren und Karten dabei…sehr guter Empfang. Wir bekommen einen Platz in erster Reihe mit Traumblick und Meeresrauschen. Perfekt!!

Pakostane selbst ist nun nicht unbedingt der Hit, aber wir wollen ja hauptsächlich die Natur und das Meer geniessen…und ab und zu gut essen gehen oder selbst kochen.

Essen gehen klappt erfreulich gut, das mit dem Kochen ist schwieriger, man merkt beim einkaufen, dass es zwar Fleisch und Fisch gibt, aber Gemüse und Salat ist kaum zu bekommen. Man sagt also nicht: was kochen wir heute, sondern : was bekommen wir heute. Markt gab es leider keinen, Lidl auch nicht ( die haben wirklich alles in toller Qualität) und bei Blondine ist die Auswahl sehr überschaubar, Konzum? Zum fürchten!

Aber was solls, die Preise sind günstig, die Qualität ist gut, dann gehn wir eben abends öfter zum Essen raus!

Murter

Wir fahren ein Stück weiter, auf die Insel Murter, der Ort ist nicht wirklich schön, es gibt einen Platz mit einigen Bistros, und eine Mischung aus netten und grausigen Häusern, nicht störend, aber auch nix,was man gesehen haben müsste.

Uns war ein Minicamp empfohlen worden, das aber keine Plätze mit Aussicht mehr frei hat, und uns auch nicht wirklich begeistert, aber kein Problem, ein paar Meter weiter finden wir Camp Slanica, und die Stellplätze sind schön. Leider führt eine Anliegerstrasse durchs Camp, die auch heftig benutzt wird, und das nicht eben langsam. Für Kinder also ungeeignet, und auch Whoopy musste mit der kurzen Leine zufrieden sein, dami er es nicht bis hinters Womo schaffen konnte.

Dafür ist die Aussicht wirklich hinreissend, wir haben sogar eigene Stufen runter zum Wasser, das ist schon wirklich sehr schön!

Krka

Nach ein paar Tagen fahren wir weiter, wir wollen die Wasserfälle im Nationalpark Krka anschauen.

Wir finden einen netten kleinen Campingplatz, die bieten zwar wegen Corona keinen Transfer zum Park an, aber sind nett und hilfsbereit. Der Platz ist ordentlich, mit kleinem Pool. Zum Park sind es 3 Kilometer.

Sehr leckere Hausgemachte Produkte auf dem Campingplatz!

Am Eingang kann man Karten für die erste Etappe mit einem Boot kaufen, die Fahrt dauert 30 Minuten, und dann sind es nur noch 10 Minuten zu Fuss zu den Fällen. Es gibt noch einige Weitere im Park, aber wir haben es bei den Grossen gelassen. Für weitere Besichtigungen muss man entweder wirklich wandern, oder sich ein Fahrrad mitnehmen. Der Park ist wesentlich grösser, als wir uns das vorgestellt haben!

Dubrovnik

Eigentlich wollten wir gar nicht so weit in den Süden, aber im Moment ist es leer in Dubrovnik, und da können wir nicht widerstehen.

Wir fahren die Küstenstrasse ohne Autobahn, absolut wunderschön, aber nach 3 Stunden reicht mir die Schönheit, und nach 5 Stunden, allmählich werde ich etwas müde, erreichen wir Camp Katy. Ein sehr günstiger sauberer Platz, 8 Kilometer hinter Dubrovnik. Eigentlich kann man von hier mit einem Boot direkt in die Stadt fahren….in diesem Jahr erst ab Juli, wie so vieles ist es im Juni noch geschlossen. Bus geht nicht, wegen Hund, also Taxi. War ok, netter Fahrer hat uns zu einem fairen Preis bis zum Stadttor gebracht und uns auch wieder abgeholt.

Dubrovnik ist fast gespenstisch leer, aber man kann ganz wunderbar schlendern…und schauen, was trinken…wunderschön!

Wir ersparen uns die Stadtmauer, erstens ist es es heiss, zweitens haben wir ausgerechnet heute „Knie“, und drittens ärgert mich der Preis. Eintritt um auf die Mauer zu dürfen: 52.- Euro.

Die Atmosphäre ist seltsam, wo sich sonst die Menschen drängeln sind wir alleine,einerseits schön für uns, aber mit tun die Menschen leid, die vom Torismus leben, ein Wirt erzählt, dass er für die Saison kein Personal mehr bekommt, alle sind in andere Berufe geflüchtet. Verständlich!

Kirchen..klar, ihr kennt mich und die Bilder sprechen für sich…Kitsch und Macht, aber natürlich sehr prachtvoll, genau so wie ich es nicht mag. Barock!

Uns reicht ein Tag in der Stadt, wir fahren zurück zum Platz, und nach einer ruhigen Nacht fahren wir wieder Richtung Norden.

Trogir

Trogir gilt als kleines Dubrovnik, wir halten an,weil es Weltkulturerbe ist, und wir sind absolut begeistert! Eine wirklich sehr sehenswerte Stadt, nette Restaurants, und ich kaufe mir sogar eine Sonnenbrille…smile…ich lasse sie gerne mal irgendwo liegen, dadurch trage ich immer die aktuellen Modelle…aber es geht doch sehr ins Geld!

Hafen Trogir

Drage

Wir haben genug von Städten und Sehnsucht nach Ruhe und Meer!

Camp Roko heisst unser Ziel. Es ist herrlich!

Wir stehen wunderschön, aber leider nicht ruhig, nebenan wird eine neue Ferienanlage gebaut, und es hämmert und baggert den ganten Tag. Wir geniessen es dennoch…aber es ist nicht was wir wollten.

Krk

Die Aussicht vom Campingplatz in Krk
Krk

Wir stehen in Krk nicht am Strand sondern auf einem Hügel, zu Fuss 15 Min in die Stadt. Absolut herrlich ruhig und wunderschöne Aussicht.

Auch die Stadt ist nicht voll, es ist Juni, das Wetter ist top und wir geniessen die Tage sehr.

In der Stadt gibt es eine wunderbare open Air Fotoausstellung die sehenswert ist!

Ach ja…ihr wisst schon…Kirchen!

Ich finde sie viel bescheidener, ruhiger und schöner, als die meisten, die ich in Kroatien gesehen habe, hier setze ich mich gerne eine bisschen hin und lasse mich in den Bann der alten Gotteshäuser ziehen.

Am ersten Abend landen wir abseits der Restaurantmeile in der Altstadt direkt unter dem Uhrenturm, und sind so begeistert, dass wir die nächsten Tage auch hier aufschlagen. Ach ja..ich weiss jetzt, dass ich Seeigel nicht mag! Ich habe sie hier das erste Malversucht..und. Finde sie unangenehm bitter und cremig. Ausser saurem Lüngerl ist das tatsächlich das Einzige, was ich nicht mag.

Das war unsere Junireise nach Kroatien…ein kleiner Einblick, ich werde mit der Zeit einiges nachtragen.Wer Adressen von Camping oder Restaurant möchte, kann gerne nachfragen…so bekomme ich dann vielleicht doch ein Feedback!

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