Neueste Artikel

Hallo ihr Lieben,

Lange nichts gehört? Stimmt. Das erste Jahr auf Djerba war schnell und aufregend! Das wollte ich schreiben, aber der Text wäre zu früh und wenig nett gewesen!

Na ja, und dann war das zweite Jahr rum. Und es war weiter spannend.

Und weil es viel zu viel zu erzählen gibt, folgen nun kurze Texte… zu allen möglichen Themen. Aber am Ende wisst ihr, warum wir hier glücklich sind!

Wen es nicht interessiert, der muss nicht schaun, für die Anderen: ich freue mich über ein Echo, wer schreibt schon gern ins Nirgendwo?

Fangen wir am Anfang an!

Kaufvertrag fürs Haus ok, also nach Djerba, Möbel kaufen und einziehen.

Whoopy muss bei Freunden in Deutschland bleiben. Kein Hotel nimmt uns im Juli mit Hund.

Ok, passt, klappt, Giovanna und Familie lieben den Kleinen und nehmen ihn auf!

3 Wochen später, Betten sind bestellt, Teile des Umzugsguts sind auf Djerba gelandet. Matti fliegt zurück, Schlüsselübergabe an die Käufer in Stettfeld, Hund abholen und zurück. Ach nein , da war noch was: unser Wohnmobil musste verkauft werden, Besichtigung und Probefahrt hatte ich selbst noch gemacht. Schlüsselübergabe und Geld sollte ein Freund und Nachbar machen . Kurz: Womo weg, Geld weg! Viel Geld. Die Staatsanwaltschaft fand das nicht interessant!

Nächster morgen, ich mit Hund ( und sehr aufgelöst) am Flughafen. :: der Hund darf nicht mit, er ist nicht angemeldet. Quittung für Flugpreis Hund .. interessiert nicht. Matti Ausflipper. Heftig. Security. Ergebnis: Hund darf mit.

Moni unterschreibt

Flug nach Djerba , Mietauto … zum Hotel, Moni abholen, in 45 Min ist Geldübergabe in der Bank mit allen Beteiligten. Moni ist im Hotel nicht zu finden. Ok.. ein junger Mann findet sie beim Frühstück. Zur Bank, Streit um den Wechselkurs, nochmal 6000 Euro weg!! Aber wir haben die Schlüssel und fahren in UNSER HAUS.

Angekommen

La Ghriba Synagoge

Die Synagoge liegt im Dorf Er-Riadh, einige Kilometer südwestlich von Houmt Souk auf der tunesischen Insel Djerba. Die Ghriba ist die berühmteste von etwa 20 Synagogen, die in den drei jüdischen Dörfern auf Djerba bis in die 1950er Jahre benutzt wurden.

Übernachtung traditionell

Ghriba bedeutet auf Arabisch „wunderbar“ oder „fremd“ und spiegelt die besondere Bedeutung der Synagoge in den jüdischen Traditionen von Tunesien wider. Sie ist die bekannteste von mehreren Synagogen, die denselben Namen tragen und die sich in anderen Ländern Nordafrikas

Eine Legende besagt, die Errichtung der Synagoge gehe auf die Flucht der Hohenpriester nach der Zerstörung des salomonischen Tempels durch die Babylonier unter Nebukadnezar II. im Jahre 586 v. Chr. zurück. Die Hohepriester sollen eine Tür und einen Stein des Altars im zerstörten Tempel mitgebracht haben. Heute können die Besucher einen Stein sehen, der in eines der Gewölbe der Synagoge eingegliedert wurde und der als Bindeglied zwischen Jerusalem und der jüdischen Diaspora angesehen wird.

Auch andere Traditionen versuchen, die Bedeutung und die Heiligkeit der Synagoge zu erklären. Nach einer von ihnen wird die Synagoge in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an einer Stelle errichtet, an der zuvor ein junges fremdes Mädchen (ghriba) gelebt hatte, das von den Einwohnern der Insel nicht akzeptiert wurde. Da sie in einem Feuer gestorben sein soll, das wohl ihre Hütte, aber nicht ihren Körper zerstörte, dachten die Juden von Djerba, dass sie heilig gewesen sei, und beschlossen, an diesem Ort eine Synagoge zu errichten. Eine andere Variante erzählt, das Mädchen sei ein jüdischer Flüchtling gewesen und habe sich mit einer Torahrolle und einem Stein des Tempels von Jerusalem nach Djerba gerettet, sei dort jedoch an Erschöpfung gestorben und man habe die Synagoge am Ort ihres Todes erbaut.

Text diesmal von wikipedia, damit alles stimmt!

Djerbas ländliche Ecken

Samira Mokhles hatte einen beeindruckenden Spaziergang durch eine ganz zauberhafte Ecke Djerbas organisiert.

Vorbei an alten Höfen, Houchs und Menzeln, teils verlassen, teils bewohnt waren wir verblüffend schnell in einer ganz andren Welt.

Samira hat als Einheimische natürlich Einblicke, die uns Fremden nie zur Verfügung ständen. Danke für die tollen Infos!

Hättet ihr gewusst, dass die Öffnungen neben den Türen Katzentüren sind? Freier Zugang für die Tiger sorgten für mäusefreie Häuser!

Auch sehr interessant, ein Köhler zeigte uns, wie er auf traditionelle Weise Holzkohle herstellt.

Es war ein sehr entspannter Ausflug mit Tee und Mittagessen auf den Feldern zubereitet… informativ und entspannt,

Samira vielen Dank, du machst das super!

Weihnachten auf Djerba

So, dann erheitere ich euch mal etwas mit dem Weihnachtstier!

Wir haben vor 4 oder 5 Wocen mit der Planung begonnen. Klar, wir bekommen ein Gans, oder 2. Freude!
Ok, die Gans wird ohne Haut geliefert! Nein danke, ich mag von der Gans nur die Haut.
Weitergefragt … nach Ente. Preise? Da kann ich zum Essen ja fast nach Deutschland fliegen.
Also unsere Haushaltshilfe beauftragt, einheimische Preise sind anders.
Ok, Bilder von Gans und Ente bekommen. Nein danke, ich möchte kein weiteres Haustier.. Vogel küchenfertig bitte!
Ok, es kam eine Ente mit 3.6 und eine mit 1,3 Kilo. Natürlich beide gleich teuer. Und nicht küchenfertig. Die Damen des Hauses rückten den Tieren mit Pinzetten und Flammenwerfern auf die Haut. Innen sah es nicht besser aus
Ente ungklärten Alters? Am besten Niedertemperatur.. super, kann ich!
Nun haben wir leider einen Backofen mit Zeitradel. Also nachts um1 gestartet, jede Stunde wieder neu aufgezogen. Egal.. wird gut!
Wird gut? Hahaaa , Strom weg. gasflamme für Beilagen zu stark. Gäste abgesagt. Mit Rotwein getröstet. Ok, wenigstens der inner circle Ente vom Grill!?
Grill endlich heiss, 15.30! Strom geht wieder. Enten in Ofen, supergute Sauce gezaubert, Rotkohl mit Granatapfel, ein Traum. knödel und Tagliatelle. Doch noch Weihnachtsfreude!
Beilagen TOP, Ente? Trocken zäh ohne Geschmack!!
Zum grossen Glück ohne Gäste!
Lernen daraus: Nie wieder!!

Trotzdem: schönes Fest gehabt!!

ERRIADH/ DJERBAHOOD

Heute wirds anstrengend, ihr müsst ein ganzes Stück laufen… ach nein, ich nehm euch einfach virtuell mit!

DJERBAHOOD

2014 schlug Mehdi Ben Cheikh, der Gründer der Galerie, den Einwohnern von Erriadh im Herzen der Insel Djerba ein außergewöhnliches Experiment vor: Ihr Dorf sollte zu einem Freilichtmuseum für Street Art werden. Ein kollektives Gesamtkunstwerk, das in seiner Umgebung verankert ist, um sie zu sublimieren. Man hört, dass die Einwohner am Anfang gar nicht begeistert waren, nun sind sie stolz auf ihr Dorf und es wurde ja auch zum Besuchermagnet.

Nach dem Erfolg im Jahr 2014 kehrt Djerbahood im Jahr 2022 zurück, die ersten Bilder sind schon lang verwittert, nun nimmt man Fliesen, nicht so charmant wie Graffity, aber haltbar.. und auch sehr schön!

Es ist verblüffend und wunderschön, durch die Gassen zu schlendern, und überall stösst man auf herrliche Ausblicke!

Ich habe die Bilder für euch ausnahmsweise nicht sortiert, und so folgt ihr mir einfach durch diesen liebenswerten Ort… so wie ich gelaufen bin und gestaunt habe.

Es gibt einige nette Cafés und viel Kunstgewerbe, das meiste entsteht im Ort oder auf der Insel und kommt nicht aus China

Djerbahood

Glücklicherweise bleiben ja viele Besucher in ihren All Inklusive Hotels, so dass man nirgends auf Massen stösst, alles beschaulich und behaglich! Natürlich gibt es auch hier die ersten Herren, die versuchen, euch in die Läden zu locken.. aber da hilft ein freundliches NEIN, aufdringlich wird niemand.

Klar müssen die üblichen Fotos sein, Moni steigt ein, Zied schiebt, der Spass gehört dazu

Die älteste jüdische Schule zerfällt leider, dabei wäre es ein wunderschöner Ort

Na? Schon müde? Bald habt ihrs geschafft.. aber es gefällt euch, sonst wärt ihr ja nicht bis hierher gekommen?

Wenn ihr mal real nach Erriadh kommt, sucht euch eine Tageszeit aus, wo die Gassen noch kühl sind…

Oben seht ihr den Damenausblick, sehen ohne gesehen zu werden… und keine Gardine wackelt.. wegen der neugierigen Nachbarn

Der gesamte Ort ist durch die Kunst zu etwas Wohlstand gekommen, das sieht man natürlich. Es gibt wunderbar sanierte Häuser und ganz phantastische kleine Hotels in alten Houchs!

So, wer bis hierhin gekommen ist, hat sich nen Drink verdient, kommt vorbei!

Nächstes mal gehts in ein Museum, da wirds ruhiger… versprochen!

Und, auch wenn ihr nicht kommentieren wollt, würde ich mich über ein Like freuen, im Ernst, ich hab keine grosse Lust einfach nur ins Leere zu schreiben, wenns keinem gefällt, dann lass ichs! Die Seite ist nämlich für ein privates Album zu teuer… knuutsch

Guellala

Heimatmuseum

Heimatmuseum Guellala

Einen Ausflug wert ist auf alle Fälle das Töpferdorf Guellala. Ursprünglich gab es auf der Insel um die 500 Töpfer, davon sind etwa 45 geblieben. Sie produzieren schlichte Waren in rot oder weiss, wenn sie mit Süsswasser hergestellt werden, sind die rot, mit Salzwasser weiss. Man kann die Töpfereien besichtigen, es gibt ein paar sehr schöne, und viele Touristische,erkennbar an den grossen Verkaufsräumen und den Bussen oder Taxen davor. Aber da hat sicher jeder seine eigenen Vorlieben.

Was ich aber sehr sehenswert finde, ist das Heimatmuseum auf dem Hügel in Guellala. Es ist eine grosse ringförmige Anlage, die sehr imposant auf dem Berglein thront.

Im Inneren sind Alltagsszenen dargestellt, von Hochzeit bis Ölgewinnung und von Geburt bis Weberei wird alles gezeigt, was interessant ist und sich oft gar nicht so sehr von europäischen Bräuchen unterscheidet.

Die Übersetzungen auf den Texttafeln sind nicht immer gut, aber man versteht schon, was gemeint ist.

Meine persönliche Lieblingsszene ist, das Bräute 4 Wochen vor der Hochzeit (angeblich freiwillig) abgesondert in einem Zimmer gemästet, gebleicht und enthaart wurden, um dem Schönheitsideal der Herren ( und wohl auch Damen ) zu entsprechen.Da ist die Rede von schwarzen Augen, runden Formen und Nacken in der Farbe von Palmherzen.

Die Rezepturen haben sich wenig verändert, Zitrone, Zucker usw. Reichen aus um die Frauen zu quälen, bis nur so haarfrei leuchten….smile

Und so findet jeder sicher eine Alltagsszene bei der er/sie herzlich lachen kann…aber man erfährt auch wirklich sehr viele interessante Dinge aus dem Alltag der Bewohner Djerbas.

Absolut beeindruckend ist die Liebe zum Detail in der gesamten Anlage.

Sehr anschaulich ist die Bewässerung der Gärten mit Wasser aus den Ziehbrunnen, wie man sie auch an vielenStrassen auf der Insel noch sieht.

Es gibt imMuseum ein ganz nettes kleines Cafe, mein Favorit ist allerdings das Cafe vor dem Museum mit Blick über das Dorf bis zum Meer. Für den kleinen Hunger: ich habe da einen verdammt leckeren Crepe mit Thunfisch und Käse gegessen, der als Häppelchen zwischendurch auch für 2 reicht.

Es gibt im Museum einen grauseligen Shop, na ja, manchen gefällt er…. Aber es gibt auch eine nette Ausstellung eines örtlichen Malers und einen Shop mit Mosaiken, wo man das eine oder andere nette Inselandenken erstehen kann.

Also, wenn ihr einen Ausflug plant, dann lasst euch von Guellala bezaubern…es lohnt sich!

Ksar Ouled Soltane

Mal runter von der Insel? Klar ein Ausflug in die Gegend von Tatouine!

Morgens noch geschaut…und uns für einen Ausflug aufs Festland entschieden. Nicht so ganz nah, 2 Stunden Fahrt. Wäre auch ok, wenn man etwas früher aus dem Haus käme…aber wir trödeln beim Frühstück und dann ist es statt 10 Uhr doch 11.30, also lohooos.

Zur Anfahrt einmal quer über die Insel zum Römerdamm….von den Römern gebaut? Ja… aber man sieht da nix mehr davon,es ist einfach eine hässliche Strasse,die gerade verbreitert wird. Egal.

Nach dem Damm geht es Kilometerweit durch Olivenfelder…soweit das Auge reicht Oliven…sehr beeindruckend! Fast unmerklich wird es noch karger…Wüste, 60 Kilometer geradeaus,durchaus beeindruckend….

Durch Tataouine sind wir schnell durch, das soll auch schön sein, aber wir haben keine Zeit, noch knapp 30 Kilometer und wir sind am Ziel.

KSAR OULED SOLTANE

Ksar Ouled Soltane

Ksars sind Lager für Vorräte,die gemeinschaftlich genutzt werden. Sie dienten aber auch als sicherer Rastplatz für Karawanen. Teilweise sind sie burgähnlich gebaut und gut zu verteidigen. Wir haben uns fast aus Versehen für die schönste Anlage entschieden. Schaut einfach selbst, wir waren sehr beeindruckt.

Ksar Ouled Soltane

Die Anlage besteht aus 2 ineinander gehenden Höfen…

Ksar Ouled Soltane

Ein sehr nettes Minikaffe, supertoller Berberkaffee, Wasser müssen wir aus der Flasche trinken, Gläser gibt es nicht, dafür aber ein sehr nettes Gespräch mit Händen und Füssen.

Ein junger Mann verkauft seine Bilder, lädt höflich zum schauen ein, kein bisschen aufdringlich, sehr angenehm.

Wir drehen noch ein paar Runden durch die Burg und machen uns auf den Heimweg, wir wählen die Strecke über Medenin,das war ein Fehler…. Hässlich!

Moni war noch nie auf der Fähre, also gönne ich ihr das Vergnügen. Ein junger Mann verkauft etwas, wie gefüllte Crepes,mit ziemlich scharfer Füllung, sehr lecker.

Wir sind schnell zurück auf der Insel, und nehmen die unglaublich schöne Küstenstrasse nach Hause…ein wunderbarer Tag geht zu Ende,an den wir lange denken werden!

Villa MuM

Ich wollte ja weiter erzählen, wie dieses fast bizarre Abenteuer begann. Europa? Mallorca gerne, mit 5 Millionen im Hintergrund. Sizilien? Würde ich gerne, Moni nicht , wegen Ätna, Tunesien? Sehr schön… aber? Djerba? Ille de reves, Djerba, la douce? Djerba, wir lieben es!

Wir hatten Maklertermine, seriöse und komplett unseriöse. Das Haus, das ganz wunderbar aussah….Upps, das warsehr sehr sehr gut fotografiert. Es war in einem nich guten Zustand und halb so gross wie ausgeschrieben… die Krönung war der wunderbare Garten; der erwies sich als begrünte Einfahrt zur Garage!

Moni verliebte sich in Villa S. Räume zu klein,zu viele Treppen, und: in der Garage lebt das Hausmeisterehepaar. Die waren total liebenswert….. aber ich komme damit nicht klar. Basta.

Salon

Es kamen einige sehr schöne Häuser…aber es zündete nie .

Küche Villa MuM

Und dann kam Madame Christine…. Und zeigte uns einen Tag….naja….geht…. Und zum Schluss? Unser Haus.

Wer mich kennt wird es verstehen….Schlüssel umdrehen , erster Blick? Das ist meins!

Und zack, wars unsres…. Wow, damit beginnt aber erst die Story!!