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Costa Blanca im Winter

Weihnachten noch mit der Familie (Coronagerecht ohne Freunde) gefeiert und los, die Costa Blanca ruft.

Xabia

Da wir die Schweiz Vignette noch haben, fahren wir bis Genf durch die Schweiz und dann auf französichen Autobahnen…. die sind gut ausgebaut, aber nicht nur teuer, sondern sauteuer. Allerdings haben wir auf einem Rastplatz nahe Valence übernachtet, und ich muss sagen: supertoll! Im Grünen 12 Womostellplätze, den grössten Spielplatz den man sich denken kann, Duschen, Klo, alles blitzsauber….also Hut ab!

Die zweite Nacht verbringen wir auf einem Rastplatz in Spanien…. 16 Euro ohne alles, dafür zwischen Lkw… aber wir wollen keine Umwege machen sondern schnell ankommen. Freunde stehen schon seit 2 Monaten in Xabia und sind sehr zufrieden…also wird das unser erstes Ziel werden.

Der Campingplatz, Campingjavea, gefällt uns leider nicht, ein bisschen Parkplatz ohne Grün oder Charme, aber Duschen sind ok, das Wetter ist schön und für eine Woche kann man das sehr gut aushalten.

Um die Gegend zu erkunden mieten wir uns einen kleinen Fiat 500. Ein richtiges Spassmobil!

Der Überraschungssieger des Tages: eine Baumschule in Xabia…herrliche, witzige Objekte aus Eisen, ein Restaurant und ein sehr guter kleiner Biostande mit der tollsten Mandarinenmarmelade!!

Nach einigen Miradores mit toller Aussicht erreichen wir die Granadella Bucht. Im Sommer sicher überlaufen, im Winter superschön, und weil die Aussicht so toll ist, musste es auch mal ein Paella am späten Vormittag sein…leggaa!!!

Nach einem Tollen Silvesterabend bei unseren Womofreunden im Herrn Geheimrat ( Reiseguckloch.de) rächen wir uns mit einem Abend bei uns… der Platz reicht und auch in der Küche vom kleinen Delfin kann man ein gutes Gästedinner kochen!

Herbstreise um den Stiefel, Teil 4: San Marino und Soave

San Marino, die Festung

Wir verlassen Arezzo um nach San Marino zu fahren…. zu fahren? Nein, es ist wie im Traum! Die schönste Strasse, die ich je mit dem Wohnmobil gefahren bin.

San Marino

Schon auf der Hinreise sahen wir San Marino aus der Ferne bei Rimini…von weitem sah das extrem schwierig aus, drum war ich sehr gespannt, wie wir die Strecke bewältigen würden. Die direkte Strasse aus Arezzo führt über einige Pässe, die. Alle sehr leicht zu fahren sind, es ist wenig Verkehr und die Landschaft ist unglaublich schön. Heute liegen die Täler in dichtem Nebel und wir fahren sehr sehr lange auf einer Höhenstrasse, die man am liebsten nie mehr verlassen würde. Aber auch hier, wie überall, sogar auf dem Gotthardpass werden gerade zahllose Windkraftanlagen errichtet, schön ? Na ja…..

Stellplatz

Wir nähern uns San Marino, der Womostellplatz ist recht gut zu finden, die Strassen sind lange nicht so steil wie befürchtet. Wir parken auf P10, um die Zeit kosenlos, Strom gegen Münzen….angeblich gibt es von hier einen Lift in die Stadt. Ausgeschildert ist nix…ich mache mich auf Erkundungsgang. Etwa 200 Meter die Strasse hoch gibt es das Parkhaus P 10, von da geht der erste Lift nach oben. Dann den Platz überqueren ( da braucht man schon ein geschultes Auge) der nächste Lift! Und leider erst am letzten Tag entdeckt, ganz versteckt gibt es noch die Lifte 3 und 4!! und für die Dynamischen unter Euch, die uns jetzt belächeln: Wenn man oben. Ist geht es weiter bergauf und ab….wenn man die Festung bis zum Ende erwandert sogar als richtigen Ausflug…ich kann die Lifte also nur empfehlen!

In San Marino kann man offenbar Waffen ohne Probleme kaufen, an jeder Ecke ist ein entsprechender Shop, wir bevorzugen den Duck- Shop und den 365 Tage Christmas- Shop für unsere Einkäufe.

Im Sommer ist hier wohl ein ziemlicher Zirkus mit Wachwechsel an der Burg usw. , ím Herbst gibt es ein wohltuendes Nichts! Gutgelaunte Geschäftsleute, nette Bars, nette Restaurants…und keine Schlangen. TOP!

Bei klarem Wetter kann man angeblich das Meer und Rimini sehen…bei uns wars dunstig, aber uns hat nix gefehlt. Wir fanden es einfach wunderbar hier zu laufen und zu geniessen.

Für das Kunstmuseum bekommt man die Karten im historischen Museum…idiotisch…aber so isses

Im einzigen Bioladen des Städtchens erstehe ich den besten Apfelstrudel ever und es gibt gefüllte Zucchini mit Risotto …saulecker und im Womo gut zu machen.

Kondition ist hier nicht schlecht…jeder Weg ist mit auf und ab verbunden….mehr auf!!!

Soave

Eigentlich wollten wir noch 2 oder 3 Tage an der Adria bleiben, aber ist so neblig dass wir die Hand vor Augen nicht sehen…. also zum letzten Ziel der Reise…Essen und Trinken in Soave!

Der Stellplatz ist gut ausgeschildert und liegt direkt an der Altstadt

Auf die Burg muss man nicht…kann man aber…. sie ist von unten beeindruckender als von oben!

Eines unserer LieblingsLokale…es gibt natürlich nicht nur Bollito Misto….sondern ganz viele tolle regionale Spezialitäten und natürlich den wunderbaren Soave!

Und so klingt unseres Umrundung des Stiefels ende November aus…und wir freuen uns, wenn wir wieder Richtung Italien aufbrechen!

Herbstreise um den Stiefel, Teil 3: Toskana und drumherum

Orvieto

An Orvieto habe ich alte Horrorerinnerungen. Vor etlichen Jahren konnte man noch problemlos in die Stadt fahren. Natürlich wollte ich so nah wie möglich am Pozzo oder Dom parken ( auf die Idee käme ich heute nicht mal mehr), ich hatte einen Sehr grossen, sehr teuren, sehr funkelnagelneuen Audi…. Muss ich mehr erzählen? Natürlich kam, was kommen musste, aus Strassen wurden Gassen, Aus Gassen Gässchen, und dann wäre es vielleicht mit einem Fiat 5oo weitergegangen…mit dem Audi gings nicht weiter…und zurück? Eine lächelnde ältere Italienerin stellte sich ans Fenster, klopfte mir auf die Schulter und riet mir „ Calma, Caro, Calma!“ was so etwas immer mit der Ruhe heißt. Damals war das nicht das was ich hören wollte!

Bei unserem diesjährigen Besuch freuten wir uns auf einen Stellplatz am Fuss des Berges…und das sehr zu recht! Der Platz liegt an der Bahn, und die ist wirklich laut, sehr laut! Aber, er liegt auch direkt an der Seilbahn in die Stadt, bequemer geht es nicht! In 5 Minuten ist man oben und gleich mittendrin!

Kleine Gassen, schöne Plätze, der wirklich herrliche Dom, ( innen und aussen…DER GENEIGTE LESER KENNT MEINE KIRCHENTICKS) sehr sehenswert, und obs an Corona lag, oder an der Jahreszeit: es war leer, nicht einsam, aber angenehm leer.

Nach dem Dom kam ein kleiner Hunger, ein Restaurant musste her…Tripadvisor sagte uns, dass die Guten ab 15 Uhr Pause hatten…es war aber 16 Uhr…also suchen! Wir fanden ein Lokal…nicht schön, auf den rotkarierten Tischdecken Plastikabdeckungen, sehr seltsamer Style, eine Anhäufung hässlicher Deko, aber ein sehr netter Wirt, und das Gefühl: das könnte was werden. Es wurde! Herrliche hausgemachte Pasta , wunderbares Brot mit Spanferkel und Trüffel….viel Trüffel, ein sehr leckerer Hauswein, und das ganze zu einem wirklich fast lächerlichen Preis!

Antico Bucchero ist eine Empfehlung wert!

Wir mussten leicht angedüdelt natürlich noch einige dringende Dinge einkaufen, eine Butterdose aus einer tollen Keramikwerkstatt, die leider zu nix anderem passt, Sets aus einer Weberei, die leider nicht auf den Womotisch passen…aber was solls, der Tag war herrlich!

Am nächsten Morgen war es sehr nebelig und wir mussten mal Wäsche waschen: auf dem Platz ist ein sehr hilfsbereiter Platzmann, der die vorhandene Waschmaschine und den Trockner bedient…sehr gut..und sehr nett! Mit frischer Wäsche im Schrank sind wir nochmal auf den Berg gefahren…aus dem Nebel in die Sonne…knallblauer Himmel!

Ausser Kirchen habe ich noch nen Tick: ich liebe Türme! Ich bin allerdings seit einigen Jahren so gar nicht mehr schwindelfrei. Ich komme ganz gut hoch, aber nicht mehr runter! In Orvieto musste ich es natürlich mal wieder wissen, ein Uhrturm in der Altstadt sag gut aus. Enge Wendeltreppen gehen problemlos, aber wehe das Treppenhaus wir weit und offen….ich schaffte 4/5 problemlos, dann öffnete sich die Treppe und führte nur noch an der Wand entlang. In der Mitte? NIX, also hinsetzen, 2 Minuten durchatmen und wieder runter. Ich muss mal zur Hypnose, normal ist das nicht!

Lago di Bolsena

Die Holde meint, wir waren schon am Bolsena See, ich glaube es war der Trasimeno, egal, es lässt sich nicht mehr rausfinden. Es war eine der schönsten Campingnächte, 3 oder 4 Sehr alte Herren sangen und klampften neapolitanische Gassenhauer, der Wein war herrlich und das alles am See direkt vor unserem Stellplatz.

Nach 2 Tagen Orvieto war uns nach ländlicher Ruhe…also zum See! Trotz Herbst und Corona war es voll…dafür uns zu voll, der Stellplatz in Bolsena liegt nicht direkt am See, wir wollten aber Seeblick…und voll war er auch…also weiter, einfach um den See rum. So einfach ist das aber gar nicht, die Strasse verlässt oft Kilometerlang den See und führt durch die Hügel und Berge. Nach einer Stunde für die paar Kilometer erreichten wir den angestrebten Stellplatz, er war schwach belegt und sehr ungepflegt, ok….die Saison war gerade zu Ende, aber das Gras war sehr hoch und wurde auch tagsüber nicht trocken….draussen sitzen machte da keinen grossen Spass. Wir kochten uns ein nettes Abendessen und wussten, hier bleiben wir nicht!

Leider gibt es um den Platz keinen Bäcker, auch im nächsten Ort nicht, also auf zum nächsten Ziel…. und Frühstück unterwegs!

Pienza

Eigentlich wollten wir nach Montepulciano, aber da ist Markt und es gibt keinen Parkplatz, nicht schlimm, das läuft nicht weg, also nach Pienza! Auf Anhieb einen tollen Parkplatz gefunden und los in das kleine Städtchen. Romantisch ist es…klein ist es, nette Gassen und Plätze, einfach sitzen und schauen ist hier ein sehr guter Plan!

Ist das nicht wunderschön? Durch die Glücksstrasse in die Liebesstrasse, von da in die Kussstrasse und dann? Ins dunkle…lach! Italien vom Feinsten.

Der Delfin von Oben!

Im Sommer ist das sicher sehr heiss, jetzt im Herbst ist es sonnig und sehr angenehm, wir können die stillen Gassen geniessen… trinken auf den Plätzen nen Spritz in der Sonne und geniessen einfach den Tag

Nach so viel Kultur: Essen mit Aussicht,,,mjamm …und weiter: wir haben uns einen Stellplatz in der Nähe ausgesucht, super Bewertungen… also los! Aber: natürlich brauchen wir in der Toskana für 26 Km eine Stunde und beide Navis finden den Platz nicht! Zum Glück misstraute ich der Wegbeschreibung, da an der Strasse keine Schilder standen, wir hätten und sonst hoffnungslos festgefahren!

Sicher steht auch die eine oder andere Kirche im Weg, Hund und Holde bleiben draussen und ich muss rein, na ja, nicht in jede…so schlimm hab ich es noch nicht, aber hier hat es sich sogar gelohnt….

Nachdem wir gefühlte 5 mal um den Ort gefahren sind, an den die Navis uns schicken wollen, gebe ich auf, und wir beschliessen weiterzufahren…3 Minuten später stehen wir vor dem Platz! …Man möge den Besitzer anrufen, der kommt dann zum kassieren.

Der Platz ist gepflegt, es gibt Strom und Wasser und Abwasser, aber trotz der grandiosen Aussicht finde ich 22 Euro nicht wirklich günstig. Egal, wir fühlen uns sehr wohl und bleiben 2 Tage. Am Abend kommt der sehr nette Besitzer, wir zahlen und geniessen die Ruhe! Die Ruhe?? Es ist Jagdsaison und es knallen die Flinten bis. Dicht ans Wohnmobil, was kann man denn im Dunklen jagen??? Egal, am nächsten Tag starten wir unser Besichtigungstour und kehren dann zum Platz zurück.

Ach ja…fremdschämen…auch so ein Camperthema: Bis zur Dämmerung stehen wir auf dem Platz alleine, in der Dämmerung kommen 2 Italienische und 1 deutsches Womo dazu, natürlich. Meldet sich niemand. Beim Besitzer, alles Zeihen Strom und Wasser, zahle aber nix, am nächsten Morgen verschwinden sie früh! Sauvolk!

Die Holde verfüttert unser gutes Obst an ihre neuen Freunde!

So, und am nächsten Tag geht es weiter…endlich nach Montepulciano, wenn ich gewusst hätte, was uns erwartet, hätte ich nicht so gut geschlafen.

Montepulciano

Heute ist kein Markt, also können wir parken, der Platz ist ein. Grosser Parkplatz, ich kann verstehen, dass man die Aussicht mag…ich finde den Platz nicht schön. Und so geht es auch weiter. Es gibt Hop on Hop off, aber leider sind die Stationen nicht verzeichnet, und wenn man schon oben in der Stadt ist, braucht man das auch nicht mehr!

Also…wir laufen Richtung Stadt, es gibt einen Lift, aber der ist kaputt, und schon so lange,dass wir die einzigen sind, die überhaupt in die Richtung laufen.

Ok, wir sind. Nicht so fit im Knie…aber noch geht alles…vielleicht nicht so schnell wie mit 30…aber es geht. Wir marschieren also bergauf… nach 100 Metern …bäh… nur tourinepp, nix schönes in sicht…weiter…hoch den Berg….. es wird schlimmer! Die Stadt wirkt sehr ungepflegt, genervte Autofahrer ( ich kann sie verstehen) fahren zu schnell und zu nah. An den Leuten vorbei… ich nehme sogar den Hund auf den Arm…grr… ich will aber zu diesem Hauptplatz, das soll doch so megaschön sein hier…. doppelgrrr, unterwegs , schon. Weit oben, Hunger…wir essen, nicht teuer, 4erlei Bruschetta… aber schlecht… dreifach grrrrrrrrr…. der Wein ist miserabel…

Ok, wir sind oben…jetzt muss es ja toll werden? Wir setzen uns vor dem Dom ins Grand Cafe…. ich muss nicht weiter erzählen…. es ging gar nicht….alles einfach schröddelig, wir sind beide extrem enttäuscht und verlassen den Ort auf dem direktesten steilsten Pfad abwärts…. nein, den Tag streichen wir einfach…igitt!

Toritta di Siena

Wir wollen gerne noch in der Gegend bleiben und vor allem kleinere Städtchen geniessen, und bei der Suche nach einem Stellplatz stiessen wir auf ein kleines Juwel.

In Torrita die Siena hat die Verwaltung scheinbar verstanden, dass Wohnmobile Touristen und Geld in die Orte bringen. Es gibt einen kostenlosen, gepflegten kleinen Platz mit Aussicht…und, unfassbar, sogar der Strom ist so kostenlos wie der Platz!

Der Ort ist nicht gross, liegt auf einem kleinen Berg und ist einfach sehr schön toskanisch….. in einer guten Stunde hat man alles gesehen…aber es ist so behaglich, dass man hier gerne mehr Zeit verbringt!

Auf dem Hauptplatz setzen wir uns vor das Cafe…. als einzige Gäste, bekommen unsere Drinks, der Wirt fragt ob wir gleich noch was wollen….und verabschiedet sich in die Mittagspause für eine Stunde…wenn wir eine Toilette bräuchten, dürften wir die im Rathaus benutzen! Dolce far niente…. es war ein wunderbarer Mittag!

Klar finde ich ein Kirchlein, dieses am Rathaus ist aussergewöhnlich beeindruckend…sehr schlicht und sehr besinnlich…toll

Ich empfehle selten Restaurants, die Geschmäcker sind da doch sehr unterschiedlich, aber dieses ist wirklich himmlisch…. Sehr nett, wunderbare Beratung auch bei den Weinen und eine Küche zum träumen….für uns eine klare 10, die Preise sind übrigens sehr fair, für das Gebotene zu niedrig!

Volterra

Volterra
Stellplatz Volterra

Der Stellplatz von Volterra ist recht gross, hat einen schönen Blick in die Landschaft, und kostet um die Jahreszeit nix, nur Strom muss man zahlen. Also sehr schön! Nachteil: in die Stadt kommt man nur über Treppen….viele Treppen! Als wir oben waren musste erstmal ein Spritz als Aufbaumedizin her…..

Volterra ist sehr schön, unbedingt sehenswert. Die Stadt ist für Ihre Alabasterarbeiten bekannt, man kann die Dinge an jeder Ecke kaufen…auch beim Schleifen zuschauen, ich. Finde es leider nicht schön, drum auch kein Bild…

Aber es gibt zahllose wunderschöne Gassen und wenn man aus der Touristischen Hauptroute abbiegt ist es auch sehr stimmungsvoll und ruhig

Eigentlich wäre an diesem Wochenende Trüffelfest in Volterra gewesen, doch durch Corona ist alles abgesagt. Sehr schade! Aber wir finden ein kleines nettes Lokal zum draussensitzen…. es ist kalt und regnet, aber wir geniessen die Trüffelspezialitäten, den guten Prosecco und kaufen auch gleich noch ein…mjammmm…ein Trüffelrührei am nächsten Tag muss einfach sein.

Und weil der tag ungemütlich ist, und ich einfach etwas platt bin erspare ich Frau und Hund das warten vor Kirchen… ich war wirklich. In keiner einzigen drin!!

Lucca

Lucca

In Lucca gibt es einen Stellplatz im Hinterhof einer Autowerkstatt, hört sich schlimmer an als es ist, es gibt sogar eine Dusche…und der grosse Vorteil, man. Ist wirklich in 5 Minuten in der Stadt.

Lucca ist wirklich sehr schön: um die ganze Stadt gibt es einen breiten Befestigungswall, der begrünz´t und mit herrlichen Bäumen bepflanzt ist. Währen es in der Stadt doch eher eng und dunkel ist, wir auf dem Wall gejoggt, flaniert, geradelt… die Bewohner sind scheinbar ständig auf dem Wall unterwegs.

Es gibt 2 berühmte Türme, einen Glockenturm und einen auf dem einige grosse Pinien wachsen, man kann beide besteigen, aber durch Corona war dies diesmal kaum möglich, aber bei meinem letzten Besuch. War ich auf dem Uhrturm, und muss sagen: die kraxelei lohnt sich.

Es gibt einige sehenswerte Kirchen, besonders sehenswert ist die Kathedrale mit eine tollen Fassade, ganz untypisch liegt sie am Rand der Stadt. Auf dem Platz davor kann man am Brunnen herrlich einkehren…es ist ruhig, Verkehr gibt es keinen.

San Gimignano

Diese Perle der Toskana, von der Viele so begeistert sind, haben wir gesehen. Aus der Ferne. Im Vorbeifahren! Wir haben es versucht, der Stellplatz ist weit ausserhalb der Stadt, grauslig unschön, ein Bus fährt jede Stunde einmal in die Stadt… wir schauten ein paar Bilder im Internet an, und beschlossen, dass nach den Erfahrungen in Montepulciano San Gimignano andere Touristen neppen soll…uns nicht!

Pisa

Muss man wirklich nach Pisa? Ich erinnerte mich an eine nicht besonders schöne Stadt und ziemliches Getümmel um den Turm! Aber die Holde war noch nicht da..also los. Der Stellplatz ist ein Parkplatz, den das Navi nicht findet…wir beschliessen, dass uns 4 Stunden reichen und wir da nicht übernachten wollen.

Er ist wirklich schief!
Sonst steht man hier Schlange

Wir laufen eine gute halbe Stunde in die Stadt, und oh Wunder, durch Corona keine Schlangen, der Ticketshop ist leer. Also Turm von aussen, Dom von innen, Baptisterium auch von innen…. und dann in der Stadt in einer Mega in Kneipe ein belegtes Baguette….an diesem Tag war der Rotwein alle und das Spanferkel auf demBrot nicht der Hit….aber insgesamt muss man es doch mal gesehen haben…es ist anders als auf den Bildern die man kennt. Eine gute Stunde reicht, Taxi zum Stellplatz 9 Euro und ab ans Meer!

Wir fahren das Kurze Stück ans Meer und übernachten auf einem sehr schönen Parkplatz …um diese Jahreszeit ist das erlaubt. Und ich sehe auch hier, was ich so oft gesehen habe: alte Herren fahren mit ihren Autos ans Meer, steigen nicht aus, sondern machen eine Stunde Kreuzworträtseln und fahren wieder…seltsam!

Arezzo

Bei Arezzo muss ich aufpassen, dass ich nicht zu sehr ins Schwärmen komme, für mich die schönste Stadt dieser Reise! Es gibt einen Stellplatz zum Bezahlen, der liegt nicht schön und kostet! Direkt unten, gegenüber vom Eingang in die Stadt am Kreisverkehr ist ein riesengrosser kostenloser Platz, unbedingt empfehlenswert.

Ich kann Gar nicht genau sagen, warum mich Arezzo so begeistert, es hat einen Hauch von Unvergänglichkeit, ganz viel Grösse udn es ist auf spektakuläre Weise unkitschig!

Wir haben auf dem Hauptplatz sehr gut gefrühstückt und am nächsten Tag noch viel Besser gegessen, da sind wirklich Könner am Werk! Nicht nur optisch wirklich ein kaum zu überbietender Genuss…. Perfekt!

Wie so vieles in der Toskana muss man sich auch Arezzo erlaufen…also erstmal auf den Berg! Aber: welch Glücksgefühl!! Es gibt Rolltreppen bis in die Stadt, man kommt direkt auf dem Domplatz raus! Luxus pur!

Kirchen gibt es reichlich, also muss ich doch wenigstens mal in 2 oder 3 reinschnuppern… Hammer! Im Dom stockt einem der Atem…und auch die Kleineren müssen sich nicht verstecken…wow!

Bevor ich hier jetzt eine Menge Mist erzähle: fahrt hin, nehmt euch 2 oder 3 Tage Zeit es. Gibt unglaublich viel zu sehen und zu erleben.

Allmählich wird es Zeit an die Rückfahrt zu denken….aber wir kommen wieder, die Toskana ist herrlich…und es wäre absolut schade sie nur auf bereits totfotografierte Landschaften zu reduzieren, Landschaft, Meer, Essen und Trinken und sehr freundliche Menschen prägen dieses italienische Paradies!

Herbstreise um den Stiefel: Im Süden. Teil 2

Wir brechen früh auf, einfach Richtung Süden , der Himmel ist blau, aber es ist saukalt, aus dem Plan draussen zu frühstücken wird nix….also wie immer, auf dem Weg der erste Bäcker ist unserer, und dann mal sehen.

In Poligano a Mare sieht es nett aus, also Frühstück! Auf der anderen Seite der Bucht ist ein hoch eingezäuntes Haus…vereinzelt kommen Damen aus dieser Richtung und laufen am Strand hin und her…sehr seltsam, ob das ne Klinik ist? Nein, bei der Abfahrt kommen wir am Schild für ein 5 Sterne Hotel vorbei…uii…da möchte ich nicht eingesperrt sein!

Frisch gestärkt beschliessen wir Lecce anzuschauen, nun ist süditalienisches Barock, sowenig meins wie schwäbisches Barock…zu viel, zu viele Putten, zu viel Gold, zu viel Protz…aber was solls, ich will ja nicht da bleiben, und die Stadt soll schön sein.

LECCE

Lecce

Direkt an der Stadtmauer gibt es einen Womostellplatz auf einem normalen Parkplatz, ich glaube 8 Euro, und wirklich direkt im Zenrum. Ein paar Schritte und wir kommen durch ein prächtiges Stadttor in die wirklich schöne barocke Stadt. Es fällt schon sehr auf, wenn Städte nicht im Krieg zerstört wurden…

Wir laufen ein Stückchen, und kommen. An einem herrlichen vollkommen unscheinbaren Olivenölgeschäft vorbei. Dazu muss ich sagen dass die Stadt Andra bei Monte San Angelo als Olivenölstadt gilt, leider ist es uns dort nicht gelungen einzukaufen, weil wir kein Geschäft fanden, das mit dem Wohnmobil anzufahren gewesen wäre. Also muss es nun Lecce sein! Wir kosten, es ist sehr gut, und es ist 13 Uhr…also schliesst hier alles bis 17 Uhr, was tun? Der geübte Leser weiss es: Matti schleppt einen 5 LiterKanister feinstes Olivenöl 4 Stunden durch Lecce!

Lecce ist eine Mischung aus kleinen Gassen und Strassen und grossen pompösen Plätzen, eigentlich wirklich mehr als sehenswert. Es fallen sehr viele maximal pigmentierte Bettler/innen auf…viele mit Baby auf dem Rücken.

Es kommt natürlich wie es kommen muss…Matti muss in die Kirchen….also Ticket gekauft ( 8 Euro finde ich etwas üppig?) und rein, Nummer eins: Horror in Gold, Nummer 2: nicht anders! Nummer 3 ist der Dom, keine Putten., aber dennoch gruselig protzig, das einzig schöne, weil still und nicht überladen ist die Krypta…seht ihr auf den Bildern. Moni sitzt vor Kirche Nummer 3 bei ihrem dritten Kaltgetränk und amüsiert sich über ihren bekloppten Mann….sie besichtigt meist das, was ich toll finde und spart so einiges an Frust.

Die ruhigeren Ecken und Strassenzüge sind deutlich schöner, und so schleppe ich mein 5 Liter Andenken Richtung Wohnmobil, wir wollen weiter, die Stadt reizt nicht zum übernachten. Fazit: anschauen, kein Öl kaufen und nicht am Dom was trinken!

Wieder ans Meer und weiter Richtung Süden wird es Zeit nen Stellplatz für die Nacht zu suchen, zumal das Wetter nicht so wirklich nett ausschaut! Kurzer Stop am Supermarkt, Stilkohl und Salsiccia…und dann mutig vom Berg ans Meer runter….hui, hoffentlich komme ich da wieder hoch. In Marina di Andrano muss im Sommer die Hölle sein, die kleinen Häuser am Meer haben ihre Gärten alle in Parkplätze verwandelt… viele Parkplätze und wenig Strand! Im Herbst ist es ausgestorben und man kann wunderschön direkt am Meer kostenlos übernachten.

Ich habe das Gemüse noch nie gekocht, obwohl es in Italien überall angeboten wird… es soll bitter sein, aber das mögen wir. Also traditionell mit den Orechiette aus Bari und Kalbsvogerl…. der Bringer wars nicht. Trotz aller Mühen schmeckte es etwas nach Gras, nicht schlecht, aber ich hatte mehr Bumms erwartet. Ein Paar Tage später sahen wir es in einem Restaurant auf Toast mit Lardo, da seh es sehr gut aus…aber war ausverkauft…grr

Cima di Rapa

Die Nacht wird sehr ungemütlich, es schüttet und stürmt, ich muss erstmal schauen ob wir weit genug von Bäumen weg stehen…alles wackelt und klappert…nix für schwache Nerven.

Am Morgen gehts mit dem Wetter, aber in dem ganzen ausgestorbenen Ort gibt es keinen Bäcker, und unser Garganobrot war beim kaufen schon uralt und ist auch als Toast nicht zu retten! Also einpacken und weiter!

Der Himmel hängt nicht voller Geigen sondern voller Wolken…. das wird definitiv kein Strandtag! Ok, also weiter…. wir machen uns auf eine weite Strecke gefasst: Matera oder nicht? Es war Kuturhauptstadt, das spricht für einen Besuch, aber Höhlenwohnungen interessieren mich noch viel weniger als barocke Schnörkelkirchen!

MATERA

Also fahren wir erstmal los, und lassen uns überraschen. Wir übernachten irgendwo, und sind zum Frühstück in Matera. Auch hier ist ein Stellplatz direkt am Bahnhof. Wir parken, orientieren uns kurz bei Tante Google wo wir hin müssen und laufen los. Wir laufen ungefähr 5 Minuten und sind von den Socken: ein Bahnhof! Ein superschöner Bahnhof mit unterirdischen Gleisen, ein Bahnhof mit Eingängen wie in einer Weltstadt, ein Bahnhof mit dem Pferd von Dali davor, ein offenbar sehr sehr teurer Bahnhof! Und? Ein Bahnhof mit einem Gleis!! Da ist offenbar sehr viel Geld in die Kulturhauptstadt geflossen.

Ich kanns kurz machen, man muss die Sassi ( das sind die Höhlenwohnungen) gar nicht alle anschauen, die Stadt ist auch so wirklich superschön! Wir schlendern und schauen und freuen uns. Es ist gerade ein Musikfestival in der Stadt, aber durch Corona sind die Plätze so reduziert, dass es keine Chance auf Karten gibt.

Erster Stock: Heilige in Öl, Mittelalter und später. Horror, ich Banause habe mal Stilkunde unterrichtet… Madonnen mit Kind und Märtyrer lösen in mir einen Fluchtreflex aus. Die Säle im ersten Stock schaffe ich mit gefühlten 200 Bildern in unter 2 Minuten! Zweiter Stock, ok, 3 Minuten. Dritter Stock? WOW Kunst des 20 Jhdt, in Matera entstanden und eine wunderschöne Fotoausstellung! Weil Moni draussen sitzt, schaffe ich es in 45 Minuten…es hätten auch 2 Stunden werden können!

Ich schaue in ein paar Kirchen, irgendwie kann ich da nicht richtig ticken…aber ich schau nur kurz rein…sie sind alt, aber wohl Ende des 19 Jhdt. „Modernisiert“ und sehen auch so aus… Aber es gibt eine alten Adelspalast, Palazzo Lafranchi , in dem ein Museum ist, also bleiben Frau und Hund, diesmal ohne Ölkanister im Schatten vor einem sehr netten Cafe und Matti macht in Kultur! 6! sehr gelangweilte ( es waren 3 Gäste im gesamtem Museum) verkauften mir ein Ticket für 2 Euro. Klasse!

Auf dem Weg raus höre ich eine himmlische Sopranistin, die Tango singt…nein nix vom Band, ich schmuggle mich in den Saal, natürlich von der Sängerin bemerkt und gewunken…die für ein Piazzola Konzert am Abend mit ihrem Orchester probt. Matti ist ergriffen und von den Socken. Das Video ist dementsprechend heimlich und wackelig…also Mist, aber vielleicht zeige ich es euch dennoch.

Palazzo Lafranchi Matera in Öl
Reinhören!

Wieder draussen, Frau und Hund freuen sich, bekomme ich ein Bier, ein sehr leckeres Bier, und muss nur das Bier zahlen und nicht das Unescokulturerbe noch mit…es leben in Matera offenbar. Noch mehr Menschen als Touristen. Sehr schön!

Am späten Nachmittag fahren wir weiter, wir wollen es bis Carpaccio schaffen, wo unser Sohn uns einen angeblich wunderschönen Campingplatz empfohlen hat.

Carpaccio und Paestum

Das Navi findet den Campingplatz, die Schranke ist offen, aber keiner da. Ganz vorne am Strand stehen im Kies ein Paar Wohnmobile, sonst ist alles ausgestorben. Wir suchen uns einen Platz ganz vorne…superschön, aber es regnet und stürmt…also ist nicht viel mit Spazieren gehen. Der Platz insgesamt ist alt und ziemlich verwahrlost, die Saison ist zwar vorbei, aber ich kann mir nicht vorstellen dass es im Sommer besser ist. Neuer ist es auf keinen Fall.

Am nächsten Morgen gibt es Aufbackbrötchen, die sind auch in Italien nicht der Hit, aber besser als Labbertoast allemal. Und auf gehts die paar Kilomater nach Paestum, soll ja ganz grossartig sein. Vorsicht: Kulturbanause, aber wer in Ephesus oder in Athen oder sonstwo mit Tempeln war, der braucht Paestum nicht! Wir fahren hin, schaun es von aussen an und fahren fröhlich weiter!

Paestum

Unser nächstes Ziel ist Heraklion. In Pompei war ich schon mehrfach und bin immer etwas überfordert. Beim ersten Besuch nahm ich mir eine privaten Führer…sonst hätte ich die Hälfte nicht gesehen. Haraklion ist überschaubarer und wir sind sehr gespannt. Der Parkplatz ist gut ausgeschildert, die fahrt durch den Ort recht ungemütlich…ein permanentes Anfahren am Berg bei italienischer Fahrweise ist nicht wirklich komisch….aber wir kommen wohlbehalten an…und ? 8 Euro…PRO STUNDE. Egal..da muss ich durch, ich will ja hin.

Heraklion

Heraklion

Das antike Heraklion liegt in einem Loch, am Rande der Stadt, das heisst die neue Stadt liegt drüber…ich denke, kein Mensch weiss wie weit es sich noch erstreckt, aber man kann ja schlecht die neue Stadt abreissen um die alte auszugraben…obwohl? Schade wärs nicht drum…grins

Ich kanns kurz machen: ein Besuch lohnt sich sehr! Wir haben im Museum begonnen und uns dann durch die Ausgrabungen gearbeitet. Mit etwas Blick für Details muss man einfach begeistert sein! Ich muss mich hier wirklich sehr bemühen um Euch nicht mit Fotos totzuschlagen… aber mehr als sonst werden es!

Hearklion Manneken Piss in 2000 Jahre alt

Wir sind beide absolut begeistert, was ein grossartiges Erlebnis! Am Rande übrigens: Abstand, Fieber messen, Masken tragen war hier so selbstverständlich wie überall auf dieser Reise…. sogar auf den Toiletten in Süditalien war es verblüffend sauber!

Eigentlich war der Plan länger im Süden zu bleiben, aber das Wetter ist nix für Strand, auf Stadt haben wir keine Lust und so fahren wir zum Übernachten ein Stück nach Formia

Wir stehen erst am Strand… aber an einer Strasse, wo wir nicht wissen ob wir das dürfen. Leider sind wir so doof an den Hafen zu fahren, wo Wohnmobile erlaubt sind. Hm..ist ja auch ganz schön da…aber ab 22 Uhr entwickelt sich der Platz zum Treffpunkt aller Kicker und er Mopedjugend… dementsprechend ist die Stimmung am Morgen etwas gereizt. Es ist warm und sonnig, man könnte endlich mal draussen frühstücken…aber sofort umlagern und tausende von kleinen, runden schwarzen Fliegen… und so frühstücken wir mit schlechter Laune unausgeschlafen und beschliessen, ab in die Toskana!

Herbstreise um den Stiefel: Adria

Für eine richtige Umrundung Italiens reichen natürlich 3 Wochen nicht, und so wollen wir die Tour erstmal „üben“ und dann in Ruhe wiederholen. Der Plan ist im Nachhinein ideal, denn einiges, das sich toll anhörte werden wir sicher nicht wiederholen!

Also neues Navi und Lieblingsschaf und los!

Schon vor Luzern kann das neue Navi zeigen was es so kann: 10 Km Stau… wir fahren auf Wunsch der Dame aus dem Navi Richtung Zürich und auf der Westseite um dem Vierwaldstätter See. WUNDERSCHÖN, die endlosen Tunnel um Luzern fallen weg und wir geniessen eine zügige Fahrt mit wunderschönen Ausblicken!

Westseite Vierwaldstätter See

Weil in einer Zeitschrift Comacchio als klein Venedig so besonders gelobt wurde, und es in der Nähe vonFerrara auch nicht zu weit ist, ist das unser erstes Ziel.

Comacchio

Comacchio

In Comacchio lebt man vom Aal, im Herbst wir er gefangen, wenn er Richtung Meer will, geräuchert in in Dosen verpackt. In den 1950 Jahren hat Sofia Loren hier im Ort „ die Frau am Fluss“ gedreht…in eben dieser Aalfabrik, und nun ist sie so etwas wie die Nationalheilige…zumindest Nationaldenkmal!

An diesem Wochenende ist Aalfest,und obwohl es erst Samstags beginnt, ist halb Italien schon am Freitag angereist und wir bekommen einen der letzten Stellplätze auf einem Area Sosta am Rand der Altstadt, ohne alles, aber um die Jahreszeit kostenlos.

Da nach der Fahrt keiner mehr kochen will, gehen wir essen. Wenn man schon mal hier ist, natürlich? Ein Aalmenü!

Ich weiss jetzt,dass marinierter Aal (geräuchert und in der Dose) nicht meins ist, Spaghetti mit Aal schmecken mir nicht, gegrillter Aal ist dagegen sehr lecker! So unterschiedlich sind die Geschmäcker, die Holde war recht begeistert.

Am nächsten Morgen schlendere ich auf der Suche nach Brötchen noch etwas durch den Ort, aber die rechte Begeisterung will sich nicht einstellen…. Vielleicht liegt es am Feststress, oder ich hatte zu viel erwartet, ich finde Comacchio schön als Station um das Naturschutzgebiet am Podelta zu erkunden, und sicher sind langeRadtouren hier sehr schön, aber als Stadt gibt es für mich zu wenig her.

Am Mittag fahren wir ganz in Ruhe weiter an der Adria entlang. Leider sind die Strassen hier so schlecht, dass wir doch für ein Stück auf die Autobahn müssen. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen mit 80Kmh sind albern, denn über 60 geht beim besten Willen nicht, und selbst da wackelt es bedenklich trotz Luftfedern. So schlechte Strassen haben wir selbst ganz im Süden nicht gesehen.

Wir fahren Richtung Strand, Valle Caterina, an den Le Morge Strand und stehen wunderbar ruhig und kostenlos!

Valle Catherina

Gargano

Am nächsten Morgen fahren wir auf der Suche nach Brötchen schon mal weiter… aber durch den Giro d Italia ist die Küstenstrasse gesperrt und wir müssen hoch in die Berge ausweichen. Die Strecke ist wunderschön und die Menschen sind nicht an Camper gewöhnt, die einen grüssen in den kleinen Ortschaften, manchen winken, andere sind sichtlich gestört dass wir den Sonntagsfrieden offenbar stören.

Gargano

Vieste

Wir waren vor sehr vielen Jahren einige Sommer mit unseren Kindern im Gargano und deswegen sehr gespannt, wie sich das Gebiet um Vieste verändert hat.

Upps, verändert ist gar kein Ausdruck! Während vor 30 Jahren die Olivenbäume bis ans Meer wuchsen und ab und an ein Campingplatz und gar kein Hotel zu sehen war, ist heute auf beiden Seiten der Küstenstrasse kein Stückchen mehr unbebaut. Das Vieste, das wir so liebten gibt es nicht mehr.

Stellplatz Vieste

Wir stehen auf einem Stellplatz mit toller Aussicht über dem Hafen, alles macht einen sehr ungepflegten Eindruck. Im Ort ist das meiste geschlossen, die Saison ist vorbei.

In der Stadt sind die schönen Ecken natürlich noch vorhanden…rauf und runter, treppauf treppab…. leider sind alle hübschen Bars zu, und wir essen auf dem Kirchpaltz eine leckere Kleinigkeit und beschliessen Vieste schon nach 2 Tagen zu verlassen… Das Gargano bietet ja noch viel mehr!

Es gibt sicher noch die schönen Strände, aber keine freien mehr, bei unserer ganzen Fahrt fanden wir keinen Strand, der nicht zu einer Bar oder zu einem Vermieter gehört hätte…. also werden wir nicht mehr ins Gargano fahren. Alles hat seine Zeit!

Monte Sant ´Angelo

Wir fahren eine echte Traumstrecke an der Küste entlang, Traumhafte Aussichten, Wälder, Oliven, das blaue Meer…herrlich! Um mit Genuss fahren zu können, ohne aufzuhalten wie der berüchtigte Rentner mit Hut, halte ich an so oft es geht, und lasse die PKW Fahrer vorbei, es ist doch viel schöner in Ruhe die Fahrt geniessen zu können.

Ich vertraue dem neuen Navi….was ein Fehler ist: obwohl ich Länge, Breite, Höhe und Gewicht eingegeben habe, und als Fahrtoption „leicht“ gewählt hatte, scheucht uns die Hilde endlose Serpentinen nach oben….also von Meer auf Berg auf direktem Wege…nein, das macht nicht wirklich Spass! Zumal ich weiss, dass sich von der ANDEREN Seite eine sehr bequeme Strasse nach oben schlängelt. Egal, irgendwann sind wir oben! Leider um 12.30. Mist, um 13 Uhr schliesst alles… der Stellplatz am Rande er Altstadt ist ein hässlicher Parkplatz, aber zum besichtigen der Stadt ok, leider muss man auch für 3 Stunden den ganzen Tag bezahlen…aber das ist auch ok.

Ich kaufe eines der wunderschönen Garganobrote… um abends festzustellen, dass es mindestens eine Woche alt war…grrr

Da das Wetter nicht wirklich einladend ist fahren wir einfach weiter… das nächste Ziel ist nicht weit…wir waren auf dem Castel del Monte, als man noch direkt nach Oben fuhr, direkt vor eine Wildnis, und natürlich konnte man weder ins Castel, noch konnte man es zu Fuss umrunden! Auch das wird anders sein?!

Castel del Monte

Boah…. schon von weitem sieht man das berühmte Castel über den Hügeln thronen…ein wirklich schöner Anblick! Je näher man kommt, desto mehr sieht man, dass edle Wohngebiete sich dem Castel nähern…die gab es vor 35 Jahren auch noch nicht. Nach oben darf man mit dem Wohnmobil nicht mehr, aber es gibt einen grossen Parkplatz mit Womostellplatz und alle 30 Minuten einen Shuttlebus. Im Herbst klappt ´das super…im Sommer mag ich mir das nicht vorstellen. Ich versuche für den nächsten Tag Tickets online zu kaufen, klappt aber nicht, die Zahlung geht bei schlechtem Internet nicht durch

Castel del Monte

Auf dem gigantisch grossen Stellplatz stehen nur 4 Mobile, ich stelle mich ganz an die Seite, zwar ohne Strom, dafür mit Aussicht…aber es passiert, was passieren muss, ein Deutscher aus Augsburg wechselt den Platz, aber er stellt sich nicht auf einen der gefühlt 1000 freien Plätze… nein, er stellt sich quer direkt vor mich in die Aussicht. Ich bitte ihn höflich doch etwas vor oder zurück zu fahren….und bekomme die Antwort: er kann stehen wo er will! Ich hab ihm was wenig nettes gewünscht… am nächsten Tag sassen sie neben uns im Shuttle, und das war ihnen sichtlich unangenehm

Hinter dem netten Augsburger ist das Castell nun verschwunden!

Der Shuttlebus fährt pünktlich hoch, keine 5 Minuten später sind wir am Eingang, erklimmen das letzte Stück auf den Berg und kaufen Tickets. Den Augsburgern sind sie zu teuer und so bleiben sie draussen…selbst schuld! Durch Corona dürfen nur 2o Menschen in der Stunde ins Castel, aber so früh und im Herbst ist das kein Problem…wir sind ganz aufgeregt…endlich sehen wir dieses stolze Bauwerk auch von innen!

Von innen ist das Castel so beeindruckend wie von aussen, 2 Etagen sind zu besichtigen…sehr schön!

Mit dem nächsten Bus fahren wir wieder mit unseren netten Nachbarn runter, oben ist die Gastro leider erst mittags geöffnet, also frühstücken wir im Delfin, und fahren dann weiter. Das war ein tolles Highlight!

Ach ja…weil wir ja ab und zu jammern…Knie, Rücken…nicht mehr neu alles, auf dem Castel trafen wir auf ein Paar, einer hatte eine Beinprothese, und quälte sich wirklich sehr sehr langsam den Berg hoch und in das Castel, der zweite Stock war für ihn leider unerreichbar….da halten wir doch mal die Klappe und sind dankbar wie gutes uns geht!!

Bari

Bari

Weiter gehts nach Bari, da freuen wir uns drauf, wir waren mal einen Tag bei einer Kreuzfahrt in der Stadt und haben sie in bester bestersehr guter Erinnerung!

Wir stehen im Zentrum auf einem Wohnmobilstellplatz, der zu einer Autowaschanlage gehört, nicht schön, aber sehr nah in die Stadt, für eine Nacht gehts!

Die Nikolauskirche in Bari gehört zu den schönsten Kirchen die ich kenne, sie hat eine wunderbare Stimmung und ist nicht protzig, obwohl sie sehr schön ausgestattet ist!

Wie so oft in der Christenheit sind die Gebeine allerdings geklaut:

Dann drangen sie mit 47 Mann in die Kirche ein, überwältigten die vier Wächter und brachen mit einem Hammer das marmorne Grab auf. Der Zeitzeuge Nicephorus: „Erfüllt von Freude, hoben die Bareser den heiligen Leichnam auf ihre Schultern und gingen, Gott lobpreisend, zurück zu den Schiffen.“

Zwar behaupteten die Grabräuber, sie hätten den Heiligen vor muslimischen Eroberern in Myra retten wollen. Doch ihr Geschäftssinn spielte wohl eine mindestens ebenso große Rolle: Bari war eine blühende Handelsmetropole gewesen, drohte aber an Bedeutung zu verlieren. Durch die Gebeine des Heiligen wurde sie zum Anziehungspunkt für lukrative Pilgerströme. Bis dahin war Nikolaus vor allem im östlichen Christentum verehrt worden, zu dem Myra gehörte. Der Raub der Gebeine brachte den Kult auch in die westliche Christenheit.

In der bekannten Nudelstrasse kann man den Damen bei der Herstellung von Oricchiette zuschauen und auch einkaufen.

Auf der Suche nach einem Supermarkt im neuen Teil der Stadt stellte ich mal wieder fest, dass in Italien viele eigentlich sehr schöne Gebäude leer stehen und verfallen… romantisch, aber schade drum!

Ein bisschen Osten, oder warum wir nicht in Pirna und Dresden waren..

Camping Bärenschlucht

Es fing ganz harmlos an, ein paar. Mitglieder der Facebook Gruppe „Leckeres Campingessen“ wollte sich in der Bärentalschlucht treffen und sich kennenlernen. Da ich kein Freund von Hektik bin reisten wir beide schon Freitags an…und fast auch wieder ab. Der camping Bärenschlucht ist sicher ein netter Platz, wenn er nicht total überfüllt ist, an diesem Wochenende war er es leider. Und so trafen sich leider nur 4 Personen wirklich, der Rest fuhr weiter…schade!

Wir hatten dennoch einen netten Abend zu Viert, denn das Camingrestaurant ist wirklich gut und sogar sehr günstig.

Bevor wir am nächsten Morgen weiterfahren, will ich duschen, wenn schon CP, dann dusche ich nicht im Delfin… also mein Zeug gepackt, weit zu den Duschen gelaufen…leichten Kater ignoriert, gewartet bis eine Dusche frei war…rein…Kalt! Ahh…kostet extra! Nen Euro in den Schlitz gesteckt, fällt durch…leider hat der Matti zum Duschen keine Brille dabei, also anziehen, zurück, Brille und Kleingeld holen? Neeee, ich bin doch ein Grosser: also kalt geduscht, duschen geht, aber kalt Haare waschen?? Igitt…ich war noch nie so schnell hellwach und katerfrei! So stand der Weiterreise nichts mehr im Wege.

GÖTZSCHTALBRÜCKE

Auf der Autobahn kommen doch alle paar Kilometer so braune Hinweistafeln mit Sehenswürdigkeiten…kennt ihr. Wir fanden es lustig, weil wir ja nur in den Osten wollten und Zeit hatten, einfach mal ein paar dieser Orte auf dem Weg zu besuchen.

Also Abfahrt , tatsächlich ist die Brücke schon ausgeschildert. An der nächsten Kreuzung alles gesperrt wegen Bauarbeiten. Nun gebe ich ja ungern auf …und folge der echt abenteuerlichen Umleitung…einmal um den Ort, bergauf …bergab…einspurig, Ampelregelung…es dauert und dauert, aber schliesslich stehen wir vor der Götzschtalbrücke, die grösste Backsteinbrücke der Welt lerne ich, schon echt toll! Und eine Thüringer Wurst und ein Bier vom Fass gibts auch….also ist die Welt doch in Ordnung.

BAMBERG

Bamberg

Wir trödeln langsam weiter, in Bayreuth gefällt uns der Stellplatz so gar nicht…also auf mal wieder nach Bamberg. Wir waren sonst immer auf der Campinginsel, diesmal wählten wir den Stallplatz Heinrichsdamm, wir hatten Glück und bekamen noch einen schönen Platz am Grüngürtel mit Blick aufs Wasser. Ab in die Stadt, zu Fuss 2o Minuten, das ist doch gut machbar! Kleinigkeit gegessen….grins, Schäufala mit Kloss und Wirsing mit einem ganz winzigen Haxelchen…leggaa!

Kaum zurück bremst ein Wohnmobil vor uns, eine nicht freundliche Dame läuft auf mich zu und ruft schon von weitem: Machen sie die Markise weg, wir passen noch dazwischen! Mir gefiel weder die Dame, noch ihr Ton, dazu kommt, dass die Plätze markiert sind, und ich exakt auf meinem Platz stand…. drum musste die Dame die mittlerweile obszön zeterte leider zu Ihrem brüllenden Mann ins Womo und weiterfahren. Am Ende des Platzes wäre übrigens ein wunderschöner Platz mit Blick ins Grüne frei gewesen!

Stellplatz Heinrichsdamm, schöne, grosse Plätze, relativ ruhig trotz Strasse, 20 Min uu Fuss in die Stadt, 15 Euro plus Strom. Seltsame V E

Selb

Wir wollen mal kurz nach Selb, schauen was aus Rosenthal und Co. geworden ist. Es bleibt ein neues Geschirr für den Delfin und eine kleine Faltenvase hängen. Der Stellplatz ist wegen Bauarbeiten gesperrt, auf dem Rosenthal Parkplatz steht man sehr schön, aber übernachten wollen wir nicht, also einfach auf die Autobahn Richtung Osten…

Schwarzenberg im Erzgebirge

Schwarzenberg im Erzgebirge

Und? Wieder eine braune Tafel: Schwarzenberg, die Perle der Erzgebirges. Kurzer Blick zur Holden, alles klar, nächstes Ziel Schwarzenberg. Hm,Stellplatz Inselstrasse… mein Navi schickt mich in die Inselstrasse…es wird enger…und enger. Ich steige aus um zu schauen ob ich da jemals wieder rauskomme….und habe Glück, noch 2 Enge Stellen und wir sind durch. Am Ende ist ein Schotterplatz….wir fahren rüber: der Stellplatz. Ist gesperrt, das ist der Ausweichplatz ohne alles, dafür kostenlos!

Schwarzenberg

Das Örtchen liegt auf einem Berg und wir machen uns auf den Weg zum besichtigen. Supertoll, 200 Meter und wir stehen vor einem Lift in die Stadt, mit 50 Cent sind wir in einer Minute oben! Bingo. Schloss, Kirche, Marktplatz…am Markt ein Lokal. Leider voll. Wir besichtigen weiter…alles schön, aber leider gibt es keine Gasthäuser mehr, die Gebäude stehen und sehen toll aus, aber es sind Nagelstudios, Fahrschulen usw drin. Schade…da fehlt viel! Wir essen bei einem leider nur sehr mässigen Griechen, aber zum kochen hatte niemand mehr Lust. Am nächsten Morgen holeich , wieder mit dem tollen Glaslift Brötchen und wir fahren weiterweiter.

Alter Schwippbogen

Seiffen? Nein danke!

Die Holde träumt schon lange von einem besonders schönen Schwippbogen, und nachdem sie sich sonst bei den Reisezielen nicht vordrängelt, erfülle ich ihren Wunsch und wir fahren nach Seiffen. Das liegt mitten im Nirgendwo, also die Anreise ist nicht kurz. Die Verweildauer schon! Es ist obwohl September, ziemlich voll, wir fahren eine Runde durch den Ort,um zu sehen was wir anschauen wollen und kommen auf dem einzigen zentralen Parkplatz. Tja, und da hatte ich schlagartig schlechte Laune: 3 Std. 10 Euro. Liebe Seiffener, ich wäre in Seiffen essen gegangen und hätte für den Schwippbogen und ein Räuchermännlein sicher 500 Euronen ausgegeben. Aber abzocken nicht! Es geht nicht um 10 Euro, es geht darum, dass wenn ich einkaufen will für den Parkplatz nicht extra zahle. Never!

Pirna und Dresden

Tja, Pirna und Dresden waren eigentlich die einzigen Ziele die wir fest im Plan hatten. Es sollte anders kommen. In Pirna gibt es 2 Stellplätze, einen auf der Burg, der war voll, aber für die Knie der Holden auch leider zu steil bergab. Der Zweite ist auf der anderen Seite der Elbe mit Blick auf Pirna. Wir finden den Platz, er ist so eng, dass man grössere Türen nicht aufmachen kann, dazu. Kommt, dass seit August die Fähre eingestellt wurde, ein Grund steht nicht dabei und auch im Internet steht nix. Sehr seltsam sind die Schilder, die Parken von 17 bis 9 Uhr erlauben, wie soll das denn gehen? Wenn Pirna keine Wohnmobilisten will, geben wir unser Geld gerne anderswo aus! Einige Städte haben offenbar noch nicht verstanden wie zahlkräftig und willig Bestager sind…. andere Städte locken dies Zielgruppe mit Top Plätzen und machen damit kein schlechtes Geschäft!

Dresden kennen wir schon, und ganz ehrlich, bei über 30 Grad hatten wir keine Lust auf Stadt und viel laufen, das heben wir uns fürs Frühjahr auf.

Meissen

Weil Meissen nicht so gross ist…und, man staune…einen Womostellplatz direkt an der Stadt hat beschliessen wir nach Meissen zu fahren.

Stellplatz zwischen Burg und Elbe, traumhaft!

Wir stehen auf einem Stellplatz direkt unter der Burg am Rand der Altstadt und direkt an der Elbe, 15 Euro ohne alles, dafür Traumaussicht. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Hundert Pkw Plätze direj´kt daneben kostenfrei sind…seltsam, aber ok.

Mit dem Abschnitt am Parkticket kann man bei der Touri info am Marktplatz eine Gästekarte holen, die einem einiges an Ermässigungen bringt. Wir entscheiden uns für ein Tagesticket ( hop on hop off) mit einem kleinen Elektrobus der alle 30 Minuten durch die Stadt bis auf die Burg rumpelt. Sehr angenehm und mit 4.50 wirklich günstig.

Ach ja, zur Burg: leider weiss man davon nix, aber es gibt seitlich an der Burg einen Glaslift der die Besucher von einem Parkplatz aus für einen Euro auf den Berg und wieder runter bringt. Besser gehts nicht!

In einem Forum hatte mir ein netter Mensch das Restaurant „ vier Jahreszeiten“ empfohlen. Leider hatte die Servicedame an dem Tag keine Lust auf Arbeit. Wir durfte auf der Terrasse keine Tisch im Schatten. Nehmen, weil sie den noch hätte abwischen müssen… wir sassen also etwas sonniger und bekamen eine Karte, danach war die Dame für 30 Minuten verschwunden, im Restaurant sass ein Gast und auf der Terrasse 6…also überfordert kann sie nicht gewesen sein… wir gingen also hungrig und durstig auf den Marktplatz, da bekamen wir was…lecker wars nicht, aber das ist ja in Tourismusstädtchen oft so.

Dom und Burg sind wirklich richtig toll, das muss man gesehen haben. Sehr beeindruckend!

Natürlich wollten wir auch in die Porzellanmanufaktur…puh, ich bin schon wieder am nörgeln…. Eintritt, auch wenn man nur in den Shop möchte, kostet 12 Euro pro Person, die Vorführung wollten wir nicht sehen, das Museum eigentlich auch nicht. OK, nun waren wir drin also schaun wir mal. HORROR, ich finde Porzellanfiguren schon immer fürchterlich, leider ist hier kein historisches Geschirr ausgestellt, das hätte und interessiert, sondern fast nur Figürchen und Edelnippes.

auch wenn das jetzt negativ klang, wir fühlten uns sauwohl in Meissen, haben nette Menschen getroffen, viel gesehen und erlebt, einfach genossen!

Nach soviel Stadt brauchen wir ne Auszeit, weil in einer App so nett beschrieben fahren wir nach Flöha…das hat was mit Forsthaus Falkenau zu tun?? Egal

Flöha

Im Kanuclub werden ein Paar Stellplätze vermietet…absolute Ruhe, nettes Restaurant, 20.- Euro mit Dusche…Entsorgung nicht möglich. Wir geniessen den Ruhetag und laufen nur am Fluss entlang…Müsste man mal länger hin, etliche Schlösser und Burgen und nah bei Chemnitz!

Flöha

Naumburg

Naumburg gefällt uns schon immer gut, in den letzten Jahren hat es sich ganz schön herausgeputzt, vor 25 Jahren sah das alles noch ganz anders aus!

Der Stellplatz ist ruhig und nah am Zentrum, wir hatten Glück, aber es gibt leider nur 8 Stromdosen….für 30 Plätze.

Wir haben uns einfach durch die Stadt treiben lassen…. Dom, Altstadt… Gässchen und Plätze…war ein schöner Tag!

Schmausenkeller bei Bamberg

Schmausenkeller

Es wird Zeit nach Hause zu fahren….wir können und für keine Strecke richtig begeistern…da fällt uns der Schmausenkeller ein , von dem viele sehr begeistert sind. Es gibt einen grossen Stellplatz, der kostenlos ist, man soll aber bitte einkehren. Aber gern doch. Das Esser war ok, das Bier recht gut! Leider wurde es ab spät nachmittags unglaublich voll, es war bis 23 Uhr ein ständiges Türenknallen und Motor aufheulen der Pkw, die sich teilweise so an die Womos kuschelten, dass keine Tür mehr auf ging. Nein…kommt für uns nicht mehr in Frage, aber versuchen muss man alles mal.

Am nächsten Tag sind wir nach Hause gefahren…und haben uns sehr gefreut ein paar Tage unser Haus und Garten zu geniessen….aber nun gehts ja bald wieder los…diesmal weit!

Oberitalienische Seen, Lago di Garda, Lago Iseo, Lago D`Orta, Lago Maggiore und viel drumrum

Wir hatten Lust auf Italien, Seen und Landschaften geniessen, allerdings ohne Plan und festes Ziel

Ticino hinter einem Parkplatz

Also fahren wir los, erste Übernachtung sollte auf dem Gotthardpass sein, das ging leider nicht, es war nicht mal ein Parkplatz frei…so einen Rummel habe ich da Oben noch nie erlebt. Also weiter Richtung Süden….kurz vor Biasco landen wir eher zufällig auf einem grossen Parkplatz für LKW

Direkt hinter dem Parkplatz kommt man an den Ticino, und kann wunderbar auf grossen Steinen sitzen…im Wasser planschen….eine Badewanne für Fernfahrer…super!

Gardasee

Erstes Ziel: Gardasee, wir wollen etwas Osten und Westen am Südende anschauen.

Erster Stopp SALO.

Der Stellplatz in Salo ist eine grosse Enttäuschung, der Blick auf den See. Ist durch hecken und Büsche komplett zugewachsen. Richtig grober Schotter, man kann. Kaum laufen und. In der Nacht ist es saumässig laut, die Jugend scheint frisierte Mopeds am liebsten mitten in der Nacht knattern zu lassen!

Vom Platz führt eine wunderschöne Promenade ca. 2 Km in den Ort…immer direkt am See entlang, und Salo ist ein ganz besonders schöner Ort, ich bin immer sehr gerne hier, für mich der schönste Ort am See.

Salo

Immer wieder begeistert bin ich von der „Osteria da Mezzo“. Die kochen auf wirklich hohem Niveau zu sehr fairen Preisen!

Garda

Garda

Um Freunde zu treffen, fuhren wir direkt nach Garda weiter. Es gibt zwischen Bardolino und Garda einen Parkplatz/Stellplatz am See für 20 Euro ohne alles, dafür aber eine sehr nette Strandbar und ein Stückchen Strand, für einen Tag wars ok.

Am Abend trafen wir unsere Freunde, und stellten fest, Garda ist nicht unsere Stadt, trotz Corona alles zu voll, zu eng, die Kellner extrem unfreundlich und das auf Tripadvisor hochgelobte Restaurant am Hafen schlicht miserabel.

Wir fanden in der Stadt eine nette kleine Weinbar und so endete der Abend wenigstens sehr schön.

In Deutschland wäre es undenkbar, Polizei in Garda!

Peschiera

Nachdem wir Garda leichten Herzens Ade gesagt haben wollen wir nur das kurze Stück am See entlang nach Peschiera fahren. Der Stellplatz ist nicht weit vom See und es gibt freie Platzwahl, was den Platz nicht schöner macht, aber er ist vollkommen ok, 20 Euro mit Strom…Sanitär ok.

Stellplatz Peschiera

Zu Fuss ist man in wenigen Minuten in der Stadt, und die ist wirklich klein und nett. Nachdem das Thermometer immer noch sehr deutlich über 30 Grad zeigt haben wir keine Lust auf lange Märsche und nehmen sehr gerne die Möglichkeit zu einer Bootstour mit einem kleinen Elektroboot an. 12 Leute hätten Platz, wir waren 4, da muss man sich nicht um Corona sorgen. Mit 8 Euro ist das sogar ein billiges Vergnügen!

Auch die Jungs am Mincio haben ihrenSpass, und wir amüsieren uns ganz prächtig.

Peschiere Ragazzi

Am Nachmittag stossen wir auf dem Platz recht zufällig auf 2 liebe Menschen aus einer Facebookgruppe: leckeres Campingessen, und haben einen fröhlichen Abend…. bis ein kurzer Guss von oben uns ins Bett schickt!

Borghetto sul Mincio

Stellplatz Borghetto

Nach Borghetto sind es keine 2o Km , einfach am Mincio entlang. Uns erwartet auf dem Stellplatz die Qual der Wahl ….jeder Camper hat eine ganze Reihe für sich! 15 Euro sind wirklich fair für den gepflegten Platz direkt an der Stadt.

Also erstmal eine kleine Stärkung in der Mittagshitze mit wunderbaren Blick aufs Wasser. Im ganzen Ort gibt es Mühlen…und zwischen den Mühlen natürlich Restaurants. Alles wirklich sehr touristisch, aber nachdem es ausreichend Platz gibt stört es uns nicht.

Überall finden sich wunderbare ruhige Ecken und schöne Ausblicke, da kann man die Seele baumeln lassen und einfach geniessen.

Monzambano

Stellplatz Monzambano

Nach dem Rummel am See wollten wir ein paar Tage Natur…und wir fanden ein Paradies!

Stellplatz Monzambano

Ein himmlischer, supergepflegter Stellplatz mit Teich und Geflügel, ausser Geschnatter himmlische Ruhe. !5 Euro für diesen Flecken Erde ist sicher nicht zu viel. Statt dem Geplanten Tag blieben wir 3!

Es darf auch mal eine Pizza sein

Lago Iseo

Lago Iseo

Wir kannten den Lago Iseo nicht und waren entsprechend neugierig. Ich machs mal kurz: er ist schön und ich muss nicht nochmal hin!

Lago Iseo Lovere

Der Stellplatz war dank Corona nicht komplett benutzbar…drum hatten wir wenigstens ausreichend Platz. Leider hat der Platz, obwohl er fast direkt am See liegt, keinen Zugang zum See….blöd.

Lovere ist der Ort in direkter Nähe und zählt du den schönsten Dörfern Italiens, warum? Hat sich mir nicht erschlossen. Es ist ein netter kleiner Ort am See….nicht mehr und nicht weniger.

Also weiter ohne Trennungsschmerz!

Lago d‘ Orta

Lago d´Orta

Der Lago d´Orta ist zweifellos sehr schön, der Stellplatz in Omegna ist es leider nicht: vor dem Platz grosse Werbeschilder. Man kann mit Kreditkarte zahlen….12 Euro…alles klar? Es geht nur Münzgeld, und 12 Euro ist für 12 Stunden….grrr, da fühlt man sich etwas verarscht, so sorry. Tor ,Dusche, usw funzt mit Chipkarte, EINER Karte, also Brötchenholen und Duschen ist gleichzeitig leider nicht möglich. Ärgerlicher ist, dass der Platz extrem laut ist, Eigentlich hätte man herrlichen Seeblick, aber leider ist der. Verhängt mit den Fangnetzen vom Sportplatz. Als wir da waren ear Kinderbespassung mit 50 Kindern etwas 8 Meter von uns entfernt. Juhuu. Am Abend lassen die Jungs vor dem benachbarten Sportgelände die Mofas brüllen…auch kein Spass.

Das schönste an diesem Ort ist die 200 Meter entfernte Strand und Picknickanlage…wenn man das weiss, und den Weg geht wird man belohnt mit einem Wäldchen am See…echt schön.

In Omegna ist übrigens der sehenswerte Fabrikverkauf von Alessi ! Wers mag muss hin!

Lago Maggiore

Tja, der Lago Maggiore…das war gewiss keine Liebe auf den ersten Blick! im ersten Anlauf versuchte ich es auf der Strecke über Locarno…wie es das Navi und die Autobahnbeschilderung wollte! An einem normalen Wochentag stand ich für 30 km 3 Stunden im Stau, und als ich den See endlich erreichte staunte ich nicht schlecht über Tagesbaustellen und einspurige Strassen. Durch überhängendes Grünzeug habe ich mir bei diversen Ausweichmanövern die rechte Seite vom Delfin ordentlich verkratzt, stehen bleiben ging wegen. Mangelndem Platz auch nicht, die zufahrt zum angedachten Stellplatz war mir zu eng und zu steil…ich war einfach genervt und brach den Versuch ab.

Lago Maggiore
Der heilige Karl segnet

Nun, ein paar Tage später, und diesmal mit der Holden mit an Bord, die für diese Tour in Venedig eingesammelt hatte, kamen wir von der anderen Seite…Bingo, flüssiger Verkehr, schmale aber ausreichend breite Strassen….aber…upps…Richtung Schweiz sind die Strassen wegen Bauarbeiten länger gesperrt!

Also wieder nix mit Platz und Aussicht und Romantik am See! Wir blieben in Verbania.

Der Stellplatz in Verbania ist nun wirklich nicht. Besonders schön, aber der Betreiber ist sehr nett, es gibt wirklich für jeden reichlich Platz…auch mit Markise und Furz und Feuerstein: 12 Euro mit allem! da verzichte ich auch mal auf die Aussicht!

In Verbania gibt es einen Lidl ( ok, ich bin Lidl Fan) für den ein kleiner Park mit vielen Bänken drum und Wasserbecken etc. Angelegt wurde. Von Lidl angelegt wurde! Sehr vorbildlich!

Lidl Verbania

Ein Überraschung am Abend: Spaghetti Carbonara di Mare…ich war selten von einem Gericht so begeistert!

Der Botanische Garten in Verbania ist sehenswert, für die Villa Taranto sollte man allerdings einen halben Tag einplanen…. um alles in Ruhe sehen zu können.

Am See ist es natürlich immer schön… Ausflugsboote…Fähren…Menschen, immer was zu schauen und geniesssen!

Lugano

Der Rückweg sollte uns über Laguno führen. Das war die einzige wirklich saublöde Entscheidung auf dieser Tour! Wir Fuhren mit 2 Navis den Stellplatz an… Pustekuchen, am Ziel war kein Stellplatz. Auf der Fahrt durch die Stadt, mit seltsamen, weil nicht angekündigten Abbiegespuren hätte ich mindestens 3 mal den Führerschein abgeben dürfen…. dementsprechend rosig war die Laune im Defin. Per Zufall fanden wir auf de Weg aus der Stadt den Stellplatz doch noch, bekamen einen Platz, und marschierten laaang bergab an den See. Puh, manchmal soll man sich Illusionen bewahren! Laut, viel Verkehr und wo es ruhiger war gabs nichts zum sitzen und trinken…wir sassen dann in der Fussgängerzone auf nen Drink, bei 25.- Fränkli für ein halbes Hähnchen mit Pommes ( nicht in einem Resataurant…ne Strassenbeiz hatte ich keinen Hunger mehr.

Zurück auf dem Stellplatz stieg die Laune auch nicht, es ist ein Bolzplatz dabei, nicht mit Maschendraht sondern mit Metallplatten abgetrennt….könnt ihr euch vorstellen, wie das dröhnt, wenn da das Jungvolk Bälle drauf drischt, 5 Meter entfernt? Wir reisten sehr früh weiter zum letzten Stopp der Reise, hat nix mit Italien zu tun, sondern lag auf dem Heimweg im Elsass!

Eguisheim

Eguisheim zählt zu den schönsten Weindörfern im Elsass, und das vollkommen zu recht.Man kann schlendern oder mit eine Bähnchen fahren, Wein probieren und einkaufen und überall recht gut essen.

Stellplatz Eguisheim ist absolut empfehlenswert: grosse Plätze, ruhig, wirklich dicht am Ort und sehr schön angelegt, ich glaube wir haben 12 Euro gezahlt. Allerdings wäre ich ohen die Hilfe eines netten Dänen nicht. Auf den Platz gekommen. An der Schranke zahlt man erstmal mit Kreditkarte, klappt! Dann kommen 3 Belege raus, Klappt auch! Ein qr code, ein beleg und einer für an die womoscheibe…alles kapiert. Warum geht die Schranke nicht hoch? Ein Franzose rät mir weiter an die Schranke zu fahren..nutz nix. Ahh..Qr code scannen! Kann ich! Schranke bleibt zu! Bis der nette Däne auf noch nen Knopf drückt……DANKE. Raus gíngs einfach: Qrcode scannen, bestätigen dass man abreist und. Schranke hoch…halleluja

Herxheim am Berg/ Pfalz

Ausnahmsweise möchte ich euch gar nichts über Herxheim erzählen, das mache ich bei einer Pfalzreise.

Stellplatz Herxheim am Berg

Heute geht es um den schönsten Stellplatz den ich kenne! Da stimmt einfach alles, der Besitzer hat an alles gedacht, was das Camperleben perfekt macht!

Loungemöbel, Sonnenschirme und Brötchenservice inklusive

Perfektes grosszügiges Sanitär runden das perfekte Bild ab.

Grill wird auch geboten, sogar inkl.Holz!

Wirklich ein Juwel, ein Platz zum Träumen! Kontakt über Autohaus Schmidt in Herxheim am Berg

‭06353 989157‬