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Niederlande, neuer Versuch….

Mitte August, Polen ist vorbei, wird Matti nervös…ich will den Sommer geniessen, also auf die Strasse! Nur wohin? Kroatien war toll, aber im Sommer sind die Preise vollkommen indiskutabel, wir wissen von Cp die 3fache Preise im Vergleich zum Juni berechnen. Küste in Deutschland? Never im August, Dänemark will die Holde nicht, Italien im August ist Horror… also: Holland! Ich rufe bei ein paar Plätzen an….keine Chance…voll bis Anfang September. Ein Roompott in Kijkduin hat Platz! Matti bucht!

Der Strand soll zu den Schönsten überhaupt zählen, Delft und Den Haag liegen vor der Tür, also ist für Abwechslung gesorgt. Wir düsen Fröhlich los, ist ja nichtmal weit von uns aus. Die Platznummer habe ich, und den Hinweis kontaktlos einzuchecken. Wir fahren also über den Platz…über den ganzen grossen Platz, und finden,nachdem einige. Camper ihre Räder und Boote und Kinder von der Durchgangsstrasse entfernt haben die Parzelle. Die Nachbarin sitzt in Pullover und Strickjacke vor dem Wohnwagen. Schnell ist klar warum: dieses Ende ist im absoluten Schatte, Schatten durch den kein Sonnenstrahl dringt. An draussen Essen ist gar nicht zu denken. IM AUGUST. Matti an die Rezeption….es gibt keinen anderen freien Platz, nein, gar keinen. Ok, dann reisen wir ab. Die Dame ist sehr freundlich als sie uns erklärt, dass wir natürlich kein Geld zurück bekommen. Ok, meine Schuld, aber ich will Urlaub und keine Strafstunden.

Nach einigen Mails hin und her, dürfen wir nun das gezahlte Geld auch im kommenden Jahr auf einem Roompott Platz abwohnen. Finde ich fair…

Ok, Niederlande sind voll und wir sind obdachlos….smile. Was ist in der Nähe? In diesem Zipfel waren wir noch nie. Hoek van Holland… da fuhr, als ich Kind war, aus Heidelberg immer ein Zug ab…. Das fand ich immer soooo toll…also hin!

Hoek van Holland

Es gibt direkt an der Hafeneinfahrt nach Rotterdam einen grossen Schotterparkplatz, keine Schilder dran…es sind 4 Wohnmobile da, wir stellen uns dazu. Toller Blick auf die Pötte….zum Strand ein Kilometer…Riesenstrand. Super.

Nicht um 18 Uhr, nein, um 22 Uhr, also nach dem ersten Wein klopft es, Polizei! Wir stehen verboten…also sofort weg, sonst wird es teuer. In der Nähe gibt es 4 Womoplätze, die von Pkw belegt sind, das sagt aber keiner was. Die Herren in Uniform sind sehr nett, und. Wissen, dass alle CP voll sind, nutzt aber auch nix.

Egal, da muss man nicht diskutieren, Wild Campen ist verboten…also los. Ich schmeiss den Motor an und fahre als erster vom Platz. Zum Glück: auf P4Night wird in 2 Km Entfernung ein Stellplatz am Strandzugang angezeigt! Wir fahren das kurze Stück und erwischen tatsächlich den letzten freien Platz. Nebenan eine Fischbude…super. Es ist absolut ruhig und zum Strand ist es gar nicht weit. Glück gehabt. Sagte ich, dass der Platz kostenlos ist?? Bingo

Wir bleiben 3 Tage, bummeln am Strand, sitzen in der Sonne rum und essen Kibbeling bis wir nicht mehr können. Mit Pommes. Prost Waage!!

Delft

Delft

In Delft soll trotz Corona der Markt stattfinden…also auf nach Delft. Delft ist wirklich ganz besonders schön! Tolle Häuser, schöne Grachten, unzählige Cafes und Restaurants und einige sehenswerte Museen

Wir kaufen eine dicke Matte für Whoopy zum Autofahren auf dem Markt und natürlich Käse und Mangos. So viele so gute Mangos…alles richtig reif…herrlich. Wir sehen ein, dass wir so viele wirklich. Nicht essen können…und so kocht Moni die tollste Marmelade ever… ein Traum!

In Delft gibt es zwar einen Stellplatz, aber wir haben genug von Stadt, und so landen wir nochmal in Hoel van Holland und haben nochmal Glück. Eine Stunde später ist alles belegt. Einige Camper stellen sich in die Mitte des grossen Platzes, sie stören niemanden…. Aber um 22 Uhr kommen die Herren, die wir schon kennen und teilen mit, dass man nur auf den eingezeichneten Plätze stehen darf. Un nun Passier etwas, das echt selten ist: Alle Womos rücken etwas dichter zusammen…. Und es passt für 4 Womos mehr…nur ein Dickschiff muss leider weiterfahren. Es gibt also doch noch hilfbereite Camper.

Gouda

Gouda

In Gouda waren wir schon einige Male, es ist eine wirklich nette kleine Stadt mit einem Stellplatz im Centrum. In der Altstadt ist man in 5 Minuten…hier gibt es keine Kettenläden, sondern ganz individuelle kleine Geschäfte von Hüten bis zu Strümpfen.

Wir besichtigen diesmal! Letztes Mal waren wir nur bummeln und die örtliche Gastronomie retten. Dieses Mal gehen wir in das sehr imposante Rathaus, es wird nicht mehr als Rathaus genutzt, man kann da nun heiraten und feiern. Wir erfahren dass früher zu ebener Erde unter den Ratssäälen geschlachtet und das Fleisch verkauft wurde. Interessant, ob das dadurch städtisch kontrolliert wurde? Wir finden es noch heraus. Der Käsemarkt findet wegen Corona nicht statt, das Bild mit den Damen ist aus dem Internet geklaut.

Es gibt eine Kirche…die wirklich riesig ist…. Und sehr sehr seltsam: im Inneren ist das Gestühl aus Holz wie eine Arena gebaut…es geht steil nach oben…so sitzt jeder in der Nähe der Kanzel, ich. Fand das sehr bedrohlich, nach dem Motto: hier kommt keiner raus und ich habe alle im Blick. Ausserhalb der „Arena“ bleibt es gruselig, jede, wirklich jede Bodenplatte ist ein Grab. Eigentlich hat die Kirche sehr viel grosse Fenster und ist sicher hell…ich fühlte mich ziemlich dunkel und bin sehr gerne wieder ins Freie.

Stroopwaffels…haben wir schon oft gekauft, hier aus dem Marktplatz kann man die Fabrik besichtigen, die sie traditionell herstellt. Der Fahrer der Königin wurde einmal die Woche zum Einkaufen geschickt! Wir können wirklich die ganze Produktion anschauen…sehr interessant!

Zierikzee

Auch in Zierikzee landen wir seit Jahrzehnten immer wieder. Dieses Mal haben wir uns einen Stellplatz direkt am Zentrum ausgesucht. Der städtische Stellplatz ist für uns nix, der Private ist recht nett. Kein Schnäppchen, aber auch nicht so teuer wie der CP, der ausser einem Stück Wiese auch nichts besonderes bietet.

Wir verbringen 3 ruhige Tage hier, einen Tag fahren wir auf den Brouwersdam…sehr schön wie immer… aber leider nichts zum Übernachten, was uns gefallen würde.

Es war letztendlich doch schön, auch wenn es so chaotisch begonnen hatte! Wir haben noch in paar Tage Zeit und fahren über die Mosel nach Hause…aber das gehört schon nicht mehr zu den Niederlanden….smile….andermal erzähle ich davon!

Polen, warum nicht Polen?

Der Sommer ist für uns immer ein wenig schwierig zum reisen, wir sind ja eher Fans von Vor und Nachsaison. Aber weg wollen wir dennoch, also wo ist es angeblich nicht zu voll? Ostsee inPolen… schaun wir mal!

Wir beginnen die Reise vollkommen unsinnig mit einer Fahrt nach Kleinblittersdorf, da ist ein Treffen unserer Facebookgruppe „ Campingspass Wohnmobil“ . Nun muss ja wirklich kein Mensch je nach Kleinblittersdorf, aber wir haben uns angemeldet und freuen uns darauf, ein paar Mitglieder real kennenzulernen,die wir nur schriftlich kennen.

Wir bekommen für unsere Reise das Gruppenmaskottchen, den Wombel als Gasteltern, und dürfen ihm so ein Stück Welt zeigen. Also nicht wundern, warum er immer mal wieder auftaucht.

Sehr witzig, dass wir unsere langjährigen Venedigfreunde ausgerechnet hier treffen, Gaby kommt von hier und besucht gerade mit Alfred Ihre Familie, natürlich verabreden wir uns wenigstens auf ein kleines Frühstück, Superschön!

Der Platz an der Saarlandtherme ist ok. Von der umliegenden Erlebnisgastronomie etwas zu sehr beschallt….und ein bisschen Grünpflege könnte auchnicht schaden, aber es ist für 2 Tage ok.

Ich habe, weil es ja Sommer ist unsere Daunendecken zu Hause gelassen und statt dessen die Wildseidenen mitgenommen…schwerer Fehler: wir frieren; also nicht direkt nach Polen, sondern nach Hause und Bettzeug wechseln. Somit schon der erste Tag Verspätung, aber wir haben ja Zeit.

Potsdam

Ihr kennt sicher den Konflikt zwischen Strecke machen und Bequem reisen? Meine Lieblingsetappen sind deutlich kürzer, aber heute müssen es die 600 KM nach Potsdam sein. Wir kommen relativ gut durch, stellen uns auf einen Stellplatz zu Fuss 10 Min von Sanssoucis entfernt, und verbringen eine recht angenehme Nacht. Aldi/Rewe ist nah und so gibts frische Brötchen zum Frühstück, und danach : auf zum Schloss! Wir haben es ja alles schon oft auf Bildern oder in Filmen gesehen, aber der Anblick ist dennoch überwältigend. Park und Schloss strahlen eine fast greifbare Harmonie und Ruhe aus! Wir sind begeistert. Direkt am Schloss gibt es übrigens einen netten Stellplatz, Vorteil: am Schloss, Nachteil: man kann nix einkaufen.

Stettin

Stettin

Von Potsdam nach Stettin ist es nicht weit, und da die Eltern der Holden aus der Gegend stammen, wollen wir die Stadt wenigstens kurz anschauen.

Stellplatz mit Aussicht

Wir stehen dicht bei einer Kirmes auf einem wilden Stück Parkplatz, die Kirmes ist früh zu Ende und wir schlafen überraschend ruhig mitten in der Stadt.

Stettin war ziemlich zerstört, und der Wiederaufbau ist so wenig geglückt wie in Deutschland auch in vielen Städten…aber es ist eine Stadt mit vielen jungen Leuten und einer guten Stimmung, es gefällt uns eigentlich doch recht gut hier.

Gegessen haben wir für polnische Verhältnisse eher mittelmässig, dafür aber teuer. Klar, im Keller des Rathauses war das zu erwarten…da haben wir nix besseres verdient.

Am Ufer der Oder gehts modern zu, beleuchtete Brücken und alte Kräne sind wirklich beeindruckend. Die Kirmes ist modern, uns fällt auf, dass die meisten Fahrgeschäfte aus Deutschland stammen, wenigstens ein Ausgleich, in Deutschland gibt es Coronabedingt keine Kirmes.

Marienburg

Marienburg

Das nächste Ziel ist Marienburg. Auf Bildern sieht es toll aus…und wir haben eigentlich gar keine Vorstellung was uns erwartet. Ich kann es kurz machen: wie vieles auf dieser Reise ist es supertoll und andererseits ernüchternd.

In unmittelbarer Nähe zur Burg gibt es einen Stellplatz, na ja, einen Parkplatz auf dem sich die Wohnmobile drängeln. So gar nicht schön…aber wenns sein muss! Ich verpasse die Ausfahrt und 200 Meter weiter ist ein kleiner privater Stellplatz bei einem netten alten Herrn in seinem Apfelgarten. Wasser gibts, Klo kann man leeren, es gibt eine Grillstelle und man dürfte wohl sogar eine Toilette benutzen. Wir haben Sanitär an Bord, drum ist uns das egal. Wir sind von dem Idyllischen ruhigen Platz absolut begeistert!

Am ersten Tag umrunden wir die Burg von Aussen und staunen über die Schönheit und die Grösse der Anlage. Die Stadt ist nicht hübsch, aber wir sind ja wegen der Burg hier. Vor der Kasse gibt es lange Schlangen….ich schau mal ob das für den kommenden Tag nicht online geht!

Ihr vermisst das Mattireisefeeling?? Hier kommt es! Matti bucht und zahlt für den nächsten Tag um 11 Uhr zwei Tickets für die Marienburg. Wir reihen uns pünktlich in die kurze Schlange, die Tickets werden gescannt. Geht nicht! Wir brauchen einen Strichcode und haben einen QR code. Die Holde setzt sich auf die Bank, Matti marschiert zur Kasse. Das kann dauern. Es dauert!An der Info Kopfschütteln und Staunen, das Logo auf den Tickets stimmt auch nicht. Der Chef wird gerufen. Er kommt auch , mittlerweile ist eine Stunde vergangen und meine Laune nicht mehr so ganz rosig urlaubsmässig…. Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe Tickets für die Marienburg, jawolll, aber für die bei Hannover!! Also neue Tickets, Moni sitzt entspannt auf der Bank…und auf gehts!

Zur Burg könnt ihr alles im Internet lesen…ich fasse mich kurz: Sie war sehr stark zerstört, und ist wunderbar wieder aufgebaut worden. Die ganze Anlage ist innen und aussen sehr beeindruckend! Die euphorische Stimmung wird etwas getrübt…es gibt nämlich keine Richtungspfeile, nur Ausgangsschilder…das ist bei so einer grossen Anlage extrem hinderlich. Und, und das war auf der ganzen Reise wirklich nur hier der Fall: wir wurden, wenn wir zum Beispiel die richtige Treppe ins nächste Stockwerk suchten und an der Falschen standen regelrecht angeschnauzt. Die Damen stehen da in lockeren Grüppchen und machen ganz und gar keinen überarbeiteten Eindruck, da sollte es möglich sein, dass sie wenigstens in die richtige Richtung zeigen, anstatt uns wie böse Eindringlinge zusammenzustauchen!

Das Restaurant in der Burg ist leider gar nicht zu empfehlen…dann doch lieber etwas weiter in dei Stadt ausweichen oder doch selbst kochen.

Sieht gut aus, schmeckt grausig

Frisches Haff und kurische Nehrung

Noch mehr Mattireisefeeling? Könnt ihr haben! Hauptgrund für diese Reise war der schmale Landrücken zwischen Haff und Neerung mit der Ostsee…. Das muss doch herrlich sein…geht bis kurz vor Königsberg…also los!

Die Strasse ist schlecht und wird mit jedem Kilometer schlechter. Wir lassen uns nicht entmutigen und fahren weiter. Endlose Kiefernwälder. Laut Karte direkt an der Ostsee. Man sieht sie aber leider nicht. Nie. Nirgends! Wir kommen durch einen Ort der sehr an Ballermann im August erinnert…weiter…noch 10 Kilometer. Wir landen auf einem Campingplatz, jedenfalls nannte er sich so…eine Löcherpiste beschreibt es eher. Dusche in einem Dixiklo, gut, brauchen wir eh nicht. Teuer ist das Ganze auch noch… und bei Nacht gibts Besuch von Wildschweinen. Wie romantisch. Am nächsten Morgen fahren wir weiter, nur über eine Kuppe zu einem Parkplatz, von dem in den Foren geschwärmt wird. Wir zahlen und laufen durch den Wald zur Ostsee. Wirklich weisser Sand der beim laufen quietscht. Schön ist es dennoch irgendwie nicht. Wir frühstücken auf dem Parkplatz zwischen Posern und Dieselwolken, pfeifen auf die bezahlte Gebühr und wollen nur noch weg. Matti kratzt sich an der Kniekehle…da stimmt was nicht…kack, eine Zecke. Die Holde will sie entfernen, und was sonst gut klappt, geht schief. Zecke weg, Kopf drin. Wird sofort dick und rot. Matti muss sterben. Mindestens und sofort! Also Arzt suchen: es gibt einen, aber 15 Km weiter, wohl in dem Dorf das den Ballermann importiert hat. Tatsächlich finden wir die Praxis, aber Doktor heute nix. Ich beschliesse also das Sterben auf Morgen zu verschieben, statt dessen Räucherfisch zu kaufen und die Gegend schnell zu verlassen. Das klingt ungerecht, es ist sicher sehr schön. Im Mai, Oder im Oktober. Aber auch da sieht man die See nicht. Und ich will See sehen, nicht nur durch endlose Wälder fahren. Also auf nach Elblag. Ein Arzt muss her und ich will Genuss… nach diesem „Ausflug“ will ich ne Belohnung… zumindest ein Bier…und Fisch, und noch ein Bier… und Aussicht! Und ne normale Strasse…jawoll!

Elblag

In Elblag gibt es einen kleinen Hafen, von dem die berühmten Schiffe abfahren, die über 100 Höhenmeter auf Berge gezogen werden. Das wollen wir natürlich sehen.

Elblag

Der Campingplatz in Elblag liegt dicht beim Hafen und ist uneingeschränkt empfehlenswert. Alles nett und sauber, für Zelter gibt es sogar eine Küche mit allem drin was man braucht.Sehr guter Platz zu realem Preis.

Die Stadt selbst gefällt mir sehr gut, neue Giebelhäuser stehen zwischen alten Giebelhäusern, da stört nix, das ist alles harmonisch und ergibt ein sehr schönes Bild! Es gibt gute Restaurants….Die Besichtigung meiner Zecke ergibt, dass der Knubbel mittlerweile so dick ist, dass auch ein Arzt da nichts mehr entfernen kann, es sei denn, er schneidet grosszügig. Will ich aber nicht.Also warten wir noch nen Tag. In der Hoffnung die Nacht zu überleben kaufe ich Tickets fürs Schiffchen und trinke zum Essen ein paar Bier. Und noch ein paar…man weiss ja nie!

Wir freuen uns aufs Schiff bei bestem Wetter! Es geht flussaufwärts…durch herrliche Seerosenfelder…allerlei Getier, Vögel…Frösche….und dann kommt auch bald die erste Staustufe: das Schiffchen fährt auf eine Art Güterwagen, der auf Gleisen läuft…dann geht es den Berg hoch und oben flutscht es wieder runter… funktioniert Top, es wackelt nix…es klappt perfekt! Das ganze wäre auch finanziell erfolgreich gewesen, wenn nicht gleichzeitig die Eisenbahn in die Gegend gekommen wäre , die natürlich wirtschaftlicher war. Aber so haben wenigstens die Touris Spass und Elblag bekommt Geld in die Kassen.

Es gibt auf den Schiffen Kleinigkeiten zu knabbern und zu trinken… das ist auch gut so….4 Stunden können lang werden… Zurück geht es übrigens per Bus in 30 Minuten.

Danzig

Wir waren gar nicht sicher, ob wir nach Danzig wollten, wir hatten einiges negatives gelesen….und sind nun um so glücklicher, dass wir es doch erlebt haben…die Stadt ist einfach ein Traum.

Wir wollten eigentlich auf einen Campingplatz am Meer, mit Strassenbahnanschluss in die Stadt. Aber ganz ehrlich: ich kenne uns! Wir fahren dann in die Stadt, Schauen uns um, und für ein weiteres Mal haben wir dann oft keine Lust auf denAufwand. Es kam anders.

Am Yachthafen an der Philharmonie gibt es 3 Stellplätze, wir bekamen problemlos einen und waren so mitten in der Stadt. Direkt daneben kann man übrigens freistehen, noch wird das offenbar toleriert.

Ich dachte es gibt in Danzig die bekannten Postkartenmotive, den Turm, den Kran und ein paar nette Häuser. Irrtum, die ganze Altstadt ist ein wahres Schatzkästchen…im Sommer mit Markt in den Strassen, mit Kirmes und mit Leben auf der Strasse, quirlig, jung, eine herrlich Stimmung, so gar nichts museales. Ich zeig euch nur ein paar Bilder…und hoffe, das reicht.

In Danzig käme ich nicht mal auf die Idee selbst zu kochen….dazu ist das Angebot zu verführerisch!

Kirchen ….klar, auch mal ohne Barock, sehr sehenswert!

Swinemünde

Auch wenn Danzig superschön war, wir müssen weiter…wir sind mit Freunden auf Usedom verabredet, und wollen erstmal bis Swinemünde.

Stellplatz Swinemünde

Unterwegs kommt noch etwas Frust auf, nach Leba auf die berühmten Wanderdünen dürfen keine Hunde, Naturschutzgebiet. Ich möchte da nicht zweifeln…aber Menschenmassen dürfen, Hunde dürfen nicht. Also keine Düne. In der Nähe von Rewal war uns ein Platz von unseren Freunden Thorti und Aishe sehr empfohlen worden….aber in dem ganzen Gebiet bis in den September keine Chance. Alles voll. Oder so hässlich, dass wir nicht wollen. Wir übernachten in Rewal auf einem grossen, sehr leeren Parkplatz direkt am Strandzugang…. Klasse.

Nach Swinemünde gehts über eine dicke Fähre, das war mir natürlich nicht klar…aber es war toll….nach 20 Minuten waren wir auf der anderen Seite, und das auch noch kostenlos. Geschlafen haben wir auf dem Stellplatz am Yachthafen und waren sehr begeistert… Es ist nicht mal weit zum Hundestrand und für August ist es verblüffend leer…

Usedom

Die paar Kilometer nach Usedom sind schnell gefahren….. aber ich muss mich jetzt, nach ein paar Monaten immer noch zusammenreissen nicht loszuschimpfen. Das es im August sehr voll ist war uns klar, aber dass sich darum bei der Verwaltung niemand drum schert, war mir neu, schliesslich lebt man da vom Tourismus! Wären wir nicht verabredet gewesen, wären wir direkt weitergefahren, was da zum Übernachten angeboten wird ist schon wirklich dreist. Wir hatten im Endeffekt noch Glück und standen in Bingst auf dem Berg vor dem dortigen Hotel…Stellplatz auf Schotter ohne alles für 20 Euro…aber schöne Aussicht und wenn man will Frühstücksbüfett im Hotel. Unsere Freunde hatten weniger Glück und froren auf dem gebuchten Campingplatz, weil kein Sonnenstrahl den Platz erreichte.

Werbellinsee

Auf der Rückfahrt blieben wir leider nur für eine Nacht am Werbellinsee, ein himmlisches Stückchen Erde, da will ich nochmal hin…. Beschaulich..gemütlich, aber erlesen schön!

Der Rest und Fazit

Matti musste natürlich auf dem Rückweg unbedingt auf einen Polenmarkt… das braucht auch kein Mensch, der nicht raucht und also keine Zigaretten kaufen will… Ramsch übelster Machart…aber wir sind eine Erfahrung reicher! Wer öfter in meinem Blog stöbert, wird feststellen dass ich diesmal viel genörgelt habe, das ist nicht die Schuld von Polen, ich war nicht gut vorbereitet, wusste zum Beispiel nicht, dass man die Ostsee selten sieht, und wenn wir nochmal fahren, dann mehr ins Hinterland und sicher nicht mehr im August. Alle Bekannte, die meinten die Ostsee in Polen sei im Sommer nicht so voll wie in Deutschland waren wohl an anderen Orten als wir. Das Land ist toll, das Essen gut und man lebt sehr günstig…also ist Polen eine Reise wert, nur nicht im August. Und ich habe meine Zecke überlebt, lasse nun aber doch mal das Blut kontrollieren….

Zum Ausklang blieben wir noch ein paar Nächte in Potsdam….und dann war auch die Sommerreise schon vorbei!

ALLE SCHWÄRMEN VON KROATIEN, (Küste Rundreise Juni 21)

OK, immer wieder hört man, wie herrlich Kroatien sein soll. Wir haben es vor 30 Jahren mal versucht und waren etwa 3 Stunden im Land. Der gebuchte und sauteure Campingplatz war überfüllt, wir hätten uns auf das Fussballfeld im Niemandsland ohne Schatten 500 M vom Meer stellen sollen. Für ein paar Tage, genau wüsste man das nicht. Umgedreht und nach Italien gefahren. Basta mit Kroatien.

Diesmal habe ich das sehr gut geplant. Dachte ich. In eine Kroatiengruppe in Facebook eingetreten, um Tipps gebeten, auch Einige bekommen. Eventuelle Plätze angeschaut… Was wollen wir sehen? Corona, also eher Natur als Städte. Damit fällt Istrien diesmal aus, denn da gibt es sehr schöne Städte. Also einfach mal schauen.

Wohnmobilrundreise Kroatiens Küste

Reisevorbereitungen…Coronatest, dann Anmeldebogen online, geht natürlich nicht durch…etliche Male versucht, jedes mal neu ausgefüllt, klappt nicht. Horror. Am Ende auf der Seite der Botschaft: Flutsch, durch, fertig, juhu. Nun das Ding ausdrucken, soll man an die Windschutzscheibe pinnen. Ok. Drucker druckt nicht. Zu selten benutzt. Im Internet gesucht, Drucker geputzt, er druckt!

Abfahrt! Gute Laune…es geht lohoos… Der Plan ist, bis an den Chiemsee zu fahren, dort zu schlafen und am Morgen weiterzufahren. In Österreich ist Ausgangssperre und nur Transit ohne Pausen gestattet. Ist ungefähr die Hälfte der Strecke, passt…guter Plan.

Guter Plan? Wenn du die Götter lachen hören willst , mach einen Plan! Die möglichen Raststätten und Parkplätze hatte ich mir angeschaut, aber dass man da nur maximal 3 Stunden stehen darf, stand nirgends. Doch einfach weiterfahren? Trauen wir uns nicht. Die Österreicher sind ja bekannt für ihre Knöllchen. ( ich wurde bei einer Fahrt sage und schreibe 3 mal!!! Zur Kasse gebeten. Jedes mal zu schnell. Zwischen Wiesen, kein Haus in Sicht, war innerorts, dann hab ich angeblich ein Tempo 30 Schild übersehen, und wurde geschätzt… und am Ende war ich ausserorts zu schnell. Auch geschätzt, mit 70 !)

Also müssen wir irgendwo vor der Grenze anhalten: Bad Reichenhall, allmählich wird es eng…Raus, runter, und Bingo: in Piding, direkt an der Autobahn ist ein Outletgebiet am Friedhof. Wir stehen wunderbar ruhig und im Grünen…herrlich!

Grenze, der Zollmann sieht die Slovenienvignette, wünscht schönen Urlaub und winkt uns durch. Super. Weiter gehts, die Autobahn ist Sonntags morgens fast leer, das Wetter ist herrlich. Aus heiterem Himmel scheucht uns das Navi von der Autobahn. Hm??? Ich gehorche.

Umleitung, hurra, Das Navi will uns auf Ihre Strecke zurückschicken…wir fahren die Umleitung. Nach 30 mal „bitte Wenden“ dürfen wir weiterfahren. Saueng, Serpentinen, richtig anstrengend zu fahren und vor allem , sehen wir keinen Sinn!? Bergrauf, Bergrunter….die Landschaft ist ein Traum, ich höre auf zu schimpfen und geniesse die Fahrt. Dann eben langsamer. Alles gut.

Wir kommen an die Slowenische Grenze, 1 Auto vor uns, geht fix, wir sind dran, die Dame gibt unseren Onlinecode ein, kann da auch wirklich die Testergebnisse sehen, und winkt uns nach 3 Minuten durch.

Wir fahren auf die Autobahn und kommen ganz rasch nach Pakostane. Das erste Ziel ist Camp Relax. Man soll anrufen, mache ich…ich darf das Tor öffnen und mir einen Platz suchen. Antonio kommt später. Er kommt, ist sehr nett, hat einen ganzen Stapel Broschüren und Karten dabei…sehr guter Empfang. Wir bekommen einen Platz in erster Reihe mit Traumblick und Meeresrauschen. Perfekt!!

Pakostane selbst ist nun nicht unbedingt der Hit, aber wir wollen ja hauptsächlich die Natur und das Meer geniessen…und ab und zu gut essen gehen oder selbst kochen.

Essen gehen klappt erfreulich gut, das mit dem Kochen ist schwieriger, man merkt beim einkaufen, dass es zwar Fleisch und Fisch gibt, aber Gemüse und Salat ist kaum zu bekommen. Man sagt also nicht: was kochen wir heute, sondern : was bekommen wir heute. Markt gab es leider keinen, Lidl auch nicht ( die haben wirklich alles in toller Qualität) und bei Blondine ist die Auswahl sehr überschaubar, Konzum? Zum fürchten!

Aber was solls, die Preise sind günstig, die Qualität ist gut, dann gehn wir eben abends öfter zum Essen raus!

Murter

Wir fahren ein Stück weiter, auf die Insel Murter, der Ort ist nicht wirklich schön, es gibt einen Platz mit einigen Bistros, und eine Mischung aus netten und grausigen Häusern, nicht störend, aber auch nix,was man gesehen haben müsste.

Uns war ein Minicamp empfohlen worden, das aber keine Plätze mit Aussicht mehr frei hat, und uns auch nicht wirklich begeistert, aber kein Problem, ein paar Meter weiter finden wir Camp Slanica, und die Stellplätze sind schön. Leider führt eine Anliegerstrasse durchs Camp, die auch heftig benutzt wird, und das nicht eben langsam. Für Kinder also ungeeignet, und auch Whoopy musste mit der kurzen Leine zufrieden sein, dami er es nicht bis hinters Womo schaffen konnte.

Dafür ist die Aussicht wirklich hinreissend, wir haben sogar eigene Stufen runter zum Wasser, das ist schon wirklich sehr schön!

Krka

Nach ein paar Tagen fahren wir weiter, wir wollen die Wasserfälle im Nationalpark Krka anschauen.

Wir finden einen netten kleinen Campingplatz, die bieten zwar wegen Corona keinen Transfer zum Park an, aber sind nett und hilfsbereit. Der Platz ist ordentlich, mit kleinem Pool. Zum Park sind es 3 Kilometer.

Sehr leckere Hausgemachte Produkte auf dem Campingplatz!

Am Eingang kann man Karten für die erste Etappe mit einem Boot kaufen, die Fahrt dauert 30 Minuten, und dann sind es nur noch 10 Minuten zu Fuss zu den Fällen. Es gibt noch einige Weitere im Park, aber wir haben es bei den Grossen gelassen. Für weitere Besichtigungen muss man entweder wirklich wandern, oder sich ein Fahrrad mitnehmen. Der Park ist wesentlich grösser, als wir uns das vorgestellt haben!

Dubrovnik

Eigentlich wollten wir gar nicht so weit in den Süden, aber im Moment ist es leer in Dubrovnik, und da können wir nicht widerstehen.

Wir fahren die Küstenstrasse ohne Autobahn, absolut wunderschön, aber nach 3 Stunden reicht mir die Schönheit, und nach 5 Stunden, allmählich werde ich etwas müde, erreichen wir Camp Katy. Ein sehr günstiger sauberer Platz, 8 Kilometer hinter Dubrovnik. Eigentlich kann man von hier mit einem Boot direkt in die Stadt fahren….in diesem Jahr erst ab Juli, wie so vieles ist es im Juni noch geschlossen. Bus geht nicht, wegen Hund, also Taxi. War ok, netter Fahrer hat uns zu einem fairen Preis bis zum Stadttor gebracht und uns auch wieder abgeholt.

Dubrovnik ist fast gespenstisch leer, aber man kann ganz wunderbar schlendern…und schauen, was trinken…wunderschön!

Wir ersparen uns die Stadtmauer, erstens ist es es heiss, zweitens haben wir ausgerechnet heute „Knie“, und drittens ärgert mich der Preis. Eintritt um auf die Mauer zu dürfen: 52.- Euro.

Die Atmosphäre ist seltsam, wo sich sonst die Menschen drängeln sind wir alleine,einerseits schön für uns, aber mit tun die Menschen leid, die vom Torismus leben, ein Wirt erzählt, dass er für die Saison kein Personal mehr bekommt, alle sind in andere Berufe geflüchtet. Verständlich!

Kirchen..klar, ihr kennt mich und die Bilder sprechen für sich…Kitsch und Macht, aber natürlich sehr prachtvoll, genau so wie ich es nicht mag. Barock!

Uns reicht ein Tag in der Stadt, wir fahren zurück zum Platz, und nach einer ruhigen Nacht fahren wir wieder Richtung Norden.

Trogir

Trogir gilt als kleines Dubrovnik, wir halten an,weil es Weltkulturerbe ist, und wir sind absolut begeistert! Eine wirklich sehr sehenswerte Stadt, nette Restaurants, und ich kaufe mir sogar eine Sonnenbrille…smile…ich lasse sie gerne mal irgendwo liegen, dadurch trage ich immer die aktuellen Modelle…aber es geht doch sehr ins Geld!

Hafen Trogir

Drage

Wir haben genug von Städten und Sehnsucht nach Ruhe und Meer!

Camp Roko heisst unser Ziel. Es ist herrlich!

Wir stehen wunderschön, aber leider nicht ruhig, nebenan wird eine neue Ferienanlage gebaut, und es hämmert und baggert den ganten Tag. Wir geniessen es dennoch…aber es ist nicht was wir wollten.

Krk

Die Aussicht vom Campingplatz in Krk
Krk

Wir stehen in Krk nicht am Strand sondern auf einem Hügel, zu Fuss 15 Min in die Stadt. Absolut herrlich ruhig und wunderschöne Aussicht.

Auch die Stadt ist nicht voll, es ist Juni, das Wetter ist top und wir geniessen die Tage sehr.

In der Stadt gibt es eine wunderbare open Air Fotoausstellung die sehenswert ist!

Ach ja…ihr wisst schon…Kirchen!

Ich finde sie viel bescheidener, ruhiger und schöner, als die meisten, die ich in Kroatien gesehen habe, hier setze ich mich gerne eine bisschen hin und lasse mich in den Bann der alten Gotteshäuser ziehen.

Am ersten Abend landen wir abseits der Restaurantmeile in der Altstadt direkt unter dem Uhrenturm, und sind so begeistert, dass wir die nächsten Tage auch hier aufschlagen. Ach ja..ich weiss jetzt, dass ich Seeigel nicht mag! Ich habe sie hier das erste Malversucht..und. Finde sie unangenehm bitter und cremig. Ausser saurem Lüngerl ist das tatsächlich das Einzige, was ich nicht mag.

Das war unsere Junireise nach Kroatien…ein kleiner Einblick, ich werde mit der Zeit einiges nachtragen.Wer Adressen von Camping oder Restaurant möchte, kann gerne nachfragen…so bekomme ich dann vielleicht doch ein Feedback!

Zeeland, Pleiten, Pech und Pannen

Wenn wir mal schnell weg wollen und Seeluft brauchen liegt Zeeland ganz nah. Es ist immer schön, IMMER! Nur diesmal war der kleine Wurm drin. Trotzdem schön.

Wir hatten in Zoutelande „ Weltevreden“ gebucht, denn der Platz ist klein und schnell belegt. Direkt nach der Buchung konnte ich auch schon wieder verschieben. Die grosse Schwester der Holden war zu Besuch, und wollte eigentlich nach Hause in die Ägäis fliegen. Wir dachten ein Antigentest langt. Er langt nicht! Es muss ein Pcr Test sein. Der dauert aber 48 Stunden. Also Ticket verfallen, neues gebucht. Zeeland umgebucht. Schwester nach Frankfurt zum Flieger gebracht, im Wohnmobil, das ging verblüffend gut mit parken! Und direkt weiter!

Keine 500 Km weiter und wir sind nachmittags da! ich übersetzte Weltevreden als Dummie natürlich mit Weltfrieden und fand das sehr poetisch.

Strand Zoutelande

Es heisst nur: gut zufrieden….smile. Zufrieden waren wir nicht mit dem Stellplatz! Nebenan stand eine Familie mit 3 Knaben, die den ganzen Tag kickten, und ich mag keine Bälle am Wohnmobil. Da bin ich humorlos. Ausserdem standen wir recht dicht an der Strasse. Am nächsten Tag zogen wir tatsächlich einen Platz weiter…mit mässigem Erfolg.

Strand Weltevreden

Was super war: wirhatten diesmal ein kleines Strandhüttchen dazu gebucht, wo der liebe Matti sich windgeschützt sofort einen saftigen Sonnenbrand einfing. Wer denkt auch Ende März an Sonnencreme? Ich jetzt schon.

Strand Zoutelande
Strandhütten Zoutelande

Vor der Reise hatte ich endlich auf Alutankflaschen umgerüstet, und dabei auch die ersehnte Aussengassteckdose einbauen lassen. Tollen Klappgrill gekauft. Hmmmm Aussensteckdose in Wohnmobilen haben 30 Mbar, Grills in Deutschland 50 Mbar, Meinung der Facebook Hilfsmannschaft: wird trotzdem gehen. Geht aber nicht! Der Grill wird warm.aber nicht heiss.

Zum Düsen ausbauen bin ich leider nicht begabt genug, also muss ein neuer Grill her. In den Niederlanden kein Problem. Und hier haben die auch 30 Mbar. Es lebe Europa! Hauptsache die Bananen haben ne Din Norm.

Also erstmal checken, wo man einkaufen darf. Mit click und co oder im Laden oder wie auch immer. Es gibt einen shop der offen hat, also locker mit dem Delfin über 2 Inseln, und einen Cadac safari erstanden. Total unsexy, kein Männergrill. Aber man kann drauf grillen und kochen und braten. Und manchmal muss man auch vernünftig sein. Also, wir haben einen Cadac und er tuts. Und nein, Schön ist er auch nicht.

Konigsdag. 18 Dosen Heineken und die wunderbaren Hemden gehören uns. Nur kein Neid, geschmackvoll kann jeder!

Grillen geht also. Abends mal bisschen Tv wäre nett, also Schüssel ausfahren, Fernsehen einschalten. NIX. Kein Bild, kein gar nix. Das Teil bekommt keinen Strom. Also: Bedienungsanleitung…Power gedrückt. NIX. Haben die bösen Buben bei der Aussensteckdose mein Kabel durchgebohrt?? Ok, wieder über 2 Inseln in eine Werkstatt, der misst durch, Strom ist ok, Tv kaputt. Matti checkt Amazon. Liefern in 24 Stunden auch nach Holland. Haben aber unsere Grösse nicht. GRR… Dann wird eben gespielt und nicht geglotzt. Trotzdem lässt es mir keine Ruhe. Bediengsanleitung. Power…umschalten, einschalten, dvd…alles einleuchtend. Zauberwort: Hauptschalter! Ist aber auf dem Bild nicht zu sehen.. ich klapp das Teil von der Wand. Untendrunter ist ein Kippschalter. Eingeschaltet, Power on. Haben doch die Gasjungs meinen Tv ausgeschaltet. Und ich hätte nun fast zwei Fernseher gehabt.

Und wenn der Wurm drin ist dann beisst er erbarmungslos zu. Trotz Sonnenbrand, Grill und Tv habe ich immer noch ein Lächeln im Gesicht. Das vergeht mir ganz schnell! Auf der Rückfahrt von der Werkstatt leuchtet die Tankanzeige. Ok, nächste Tanke raus, gegrinst, geblödelt, Super getankt. Wir fahren aber DIESEL. IN der Tankstelle schreibt mir ein sehr Netter Mitarbeiiter die Adresse auf und ich rufe den ADAC an. Das macht amn aber heute online. Aha. Ok, mal sehen ob sich. Jemand meldet? Hut ab: 10 Minuten später meldet sich eine nette Dame, die in 90 Minuten jemanden schickt. DerTankstellenmitarbeiter sperrt die Spur die wir blockieren, sehr freundlicher Mann…

Die Wegenwacht kommt mit einem Spezialfahrzeug, pumpt meinen Teuren Superkraftstoff raus… spült durch, schaut diverses in der Elektronik an, und grinst: lch könne jetzt tanken. Diesel wäre nicht schlecht! Ich glaube es kann sich kaum jemand vorstellen, wie blöd sich das anfühlt….und bei jedem Tanken, schau ich 2 mal..und hab dennoch die Faust im Magen…

Pfingstrosen in Traumfarbe

Wir verbringen noch etwas Zeit in Zierikzee, ich gehe zum Friseur, und erfahre, dass mein Schnitt in den Niederlanden Nazischnitt heisst, das aber keineswegs böse gemeint sein. Egal, dafür essen wir gut, die Aussengastronomie darf öffnen, und wir stürzen uns wie die Bescheuerten auf Kibbeling und co. .

In Yerseke muss es wie immer die Oesterij sein. Wir wollen nicht fahren und stellen uns auf den örtlichen Stellplatz. Das ist ein Schotterplatz mit nix. Doch: es gibt eine Mülltonne. Aber wir stehen direkt an einer Weide , es ist herrlich ruhig, und die Pferde kommen zum schmusen. Na ja, die eine oder andere Karotte war da auch im Spiel.

Die Rückfahrt klappt ohne Zwischenfälle. Das muss ja auch mal erwähnt werden.

Fazit: ich danke der Shell Tankstelle an der Zeelandbrug, der Wegenwacht, dem ADAC, dem Werkstattmann der kein Geld fürs Strom messen wollte…..und: Liebe Gasjungs bei der Freizeitecke Weber: lasst die Finger von Dingen die euch nix angehen!!

Sizilien im Frühling

Nach der nicht ganz so tollen Spanien Reise imWinter ( unsere Schuld) wollen wir Richtung Sonne, warm und Kultur. Da bleibt ganz schnell nur ein Ziel. Ganz wichtig: Sizilien ist Gelb, die Einschränkungen halten sich also in Grenzen. Wegen der Pandemie zieht es uns sowieso eher in die Natur als in Städte. Also starten wir das Abendteuer Sizilien!

Erste Frage: Wie hinkommen? Ich kalkuliere Zeit und Geld und Strecke und was mir sonst so in den Sinn kommt…preislich ist Fähre und Fahren relativ gleich, also mit der Fähre hin und über Land zurück?

Grau ist alle Theorie, es sollte ganz anders kommen!

Fähre buchen, mit Hund…hmm… doch geht, nicht in der gewünschten Kategorie, aber es geht. Welche Gesellschaft? Pustekuchen, ab Genua gibt es nur GNV. Ok. GNV mit Hund und Wohnmobil.Essensgutschein? Klar, wenn man was sparen kann, wir sind ja 20 Stunden auf dem Schiff.

Wohnmobil klar machen, Zum Coronatest und los. Autobahn ist angenehm leer, in Basel ist kein Zöllner, wir brauchen aber einen, weil wir diesmal noch keine Vignette haben. Es kommt einer, verkauft uns den Papper und weiter…. in Chiasso ist wirklich gar nix los und wir werden einfach durchgewinkt. Was ist denn nun mit Coronatest und Selbsterklärung??

Die Fahrt verläuft sehr gut, bis 100 Km vor Genua aus der Strasse ein Freizeitpark wird. Auf und Nieder, Linksrum, Rechtsrum, vielleicht noch ein Looping? Nein, doch nicht? Ok… vor Genua Stau, wir sind gut in der Zeit, aber über eine Stunde direkt vor der Ausfahrt nervt einfach.

Warten

Das Navi findet den Hafen, es ist 15 Uhr, um 18 Uhr sollten wir da sein. Ich Naivling dachte, wir könnten im Hafen parken und noch nen Kaffee trinken gehen. Pustekuchen, wir stehen vor einer Schranke und kein Mensch in Sicht. Fast pünktlich um 19 Uhr kommen ein paar Uniformierte und kontrollieren die Tests. Als die Schranke auf geht erwarten uns weitere Herren die ausser Tickets und Test und Ausweise kontrollieren warum wir nach Sizilien wollen. Ich packe mein Notfallitalienisch aus und erkläre ich schreibe einen Reiseblog. Hat ausgereicht. Wir dürfen bis zur Fähre fahren. 22 Uhr Abfahrt. Denkste, 22 Uhr ist der Pott gerade leer und es beginnt ein sehenswertes Ballett, wenn die kleinen Schlepper die LKW Container in unglaublicher Geschwindigkeit auf die Fähre rangieren.

23 Uhr dürfen die ersten Autoas an Bord. Wir stehen zwar ganz vorne, sind aber gegen 24 Uhr die letzten die aufs Schiff dürfen. Meine Laune ist nicht mehr so wirklich ganz ungetrübt! Die Herren winken, ich fahre, die Herren fuchteln, ich soll wenden. Hm, das wäre vor der Rampe leichter gewesen, aber ok, Matti wendet, und ihm schwant übles! Ich darf über eine Rampe, die gefühlt 3 Cm breiter als das Wohnmobil ist, RÜCKWÄRTS eine Etage tiefer. Ich bin das letzte Fahrzeug, warum kann ich nicht einfach oben stehen bleiben? Geht nicht. Warum? G E H T N I C H T !!!

Ich fahre die Rampe in slow Motion runter, Frau und Hund werden unsichtbar, sie wissen dass extreme Explosionsgefahr besteht. Unten! Hurra! Nein, jetzt noch bitte zwischen zwei LKW….ÄÄHM. Hinter mir kommt keiner mehr, neben den LKW? G E H T N I C H T

OK, ausgestiegen, Hund in Tasche, Frau an Hand, Ausgang suchen. Aha, unter nem LkwEnde durch, in ein Treppenhaus, das eindeutig ein Fluchtweg für Servicepersonal ist…aber es gibt nix anderes. Hoch, Höher, um Pfosten und Ecken, noch höher…und ein Schild Rezeption! Eine, wie auch immer sehr patzige Dame drückt uns eine Zimmerkarte in die Hand, wir hätten gerne zwei! G E H T N I C H T

Kabine, 2 Bett Aussen, puh, sagen wir mal so, in einer Jugendherberge wären wir sehr enttäuscht gewesen. Ein Bett unter schrägen Fenstern, eins an der Wand, eines hat Licht, eins nicht, dafür hängt am Fensterbett eine Gardine im Bett, die gehört wohl an die Wand, tut sie aber nicht, also abmontiert. Auf in die Bar! Geschlossen, gut dann ein mitgebrachter Wein auf der Bettkante…und schlafen.

Der nächste Morgen ist noch bescheidener als der Abend: Es gibt Kaffee, mit Muffins. Hörnchen, Croissaints oder gar Tramezzini? Nix! …ich hasse Muffins, also Kaffee mit einer Tafel Schokolade, die Holde mümmelt an einem Keks. Langeweile macht sich breit. Lesen… Dösen…Internet ist nicht, Tv gibts nicht. Endlich Mittagessen! Wir haben ja unser Bordguthaben….uupps, tja, Schlange stehen an der Selbstbedienungstheke…es gibt Salat, Nudeln, Braten und Fisch. Ich nehme ALLES. Den Braten würde man in Deutschland als Wurst auf ein Brötchen legen und es wäre nicht üppig belegt. Die Nudeln haben leider gute 10 Minuten zu lang gekocht, dafür haben sie keine Sauce…na ja, etwas öliges Rot ist zu sehen aber nicht zu schmecken. Der Fisch ist ok, ungewürzt, etwas matschig…aber essbar. Ich zahle für dieses Spitzenmenü mit nem Wasser und Weisswein 50 Euro.

Leider ist das Hundefutter im Wohnmobil und da darf man natürlich nicht hin…so kaufe ich dem Hund noch eine Portion Seezunge ( es war keine) und wenigstens Whoopy ist begeistert.

Ein paar Stunden später kommt Bewegung auf, raus aus den Kabinen und ne Stunde in der Bar warten…wir kommen an. Zackzack, alle in die Autos, da ist von Ordnung keine Spur mehr..jeder fährt an jedem vorbei, drängelt sich raus. Draussen wird die Schlange doch wieder brav, denn es wird vor verlassen des Hafens auf Corona getestet. Maskierte Menschen im Overall kommen ans Autofenster und stecken dir ihr Stäbchen ins Hirn. Tja, wir warten aufs Ergebnis…ich vertrete mir die Beine, und ? Mir ist auf der Fähre jemand auf den Fahrradträger gefahren. Wir sind zwar noch direkt am Schiff, aber reklamieren? G E H T N I C H T, nur vor verlassen des Schiffes…Suuuper. Für mich steht fest: Fähre? Nie wieder. Moni hat auch genug.

Zum ersten Stellplatz auf Sizilien sind es nur 2 oder 3 Kilometer, obwohl es spät ist werden wir nett empfangen und schlafen gut und dank der Vorräte auch satt….

Palermo

Wir hatten eine ruhige Nacht, in der Nähe des Stellplatzes gibts einen guten Bäcker und beim Frühstück überlegen wir, was wir nun machen möchten. Da uns wegen Corona der Sinn nicht nach Märkten und Menschenmassen steht, beschliessen wir einfach, die Küste entgegen dem Uhrzeigersinn abzuklappern! Wir fahren einfach los und schon kurz hinter Palermo wird es traumhaft schön.

Oberhalb von Palermo

Wir trödeln an der Küste entlang,, es ist wenig Verkehr und wir geniessen jeden Kilometer

Schon beim ersten Blick auf die Karte ist das erste Ziel klar:

San Vito di Capo

Auf einer schönen gewundenen Strasse fahren wir hin, die Gegend ist wunderschön, Anfang März blüht hier alles und ist wirklich satt grün. In Son Vito angekommen, sind wir entsetzt…. der Ort ist Touristisch und die Stellplätze sind so gar nicht was wir mögen. Seltsam, wir hatten nur das Beste gelesen! Haben wir ne Abzweigung verpasst? Gibts ein anders Son Vito? wir fahren 3 Km zurück biegen ab und sind im Paradies für Freisteher!

Castelluzzo

Wir stehen auf einem traumhaften freien Platz am Strand, im Sommer sicher voll, aber im März doch sehr angenehm. Von hier kann man auch in den Nationalpark Zingaro aufbrechen, aber es reichen uns kürzere Touren. Als Ausrede können wir ja nutzen, dass unser Hund kurze Beine hat. Wir stehen hier einfach einige Tage und geniessen die Ruhe, die Landschaft und das Meer. Einziger Nachteil, man muss genug Verpflegung an Bord haben. In Castelluzzo gibt es nix, und nach San Vito di Capo geht es mit dem Rad etliche Kilometer stetig bergauf.

Im Sommer ist hier wohl nichts mehr grün, aber im März blüht es aus jeder kleinen Spalte, wir sind absolut begeistert von der Flora hier, überraschend, denn in Deutschland findet man diese Vielfalt kaum noch.

Nach einigen Tage wird es uns dann doch zu ruhig, wir verabschieden uns von dieser wunderbaren Bucht und fahren weiter.

Marausa / Marsala

Wir stehen wieder frei, es sieht gut aus, aber was ich nicht verschweigen möchte, und das betrifft einige Gegenden aus Sizilien, es gibt ein Müllproblem. In manchen Orten stapelt sich der Müll. Andere sind blitzsauber. Hier am Strand ist mehr Plastikmüll als Pflanzen, wir müssen es übersehen oder weiterfahren. Nachdem der Platz mitten in den Salinen bei Marsala aber sonst traumhaft ist, bleiben wir.

Es gibt einige wilde Hunde, die sind ganz friedlich, kommen, schauen,gehen wieder. Ich opfere eine Packung Trockenfutter, aber das kennen sie nicht und es interessiert sie auch gar nicht, seltsam!

Hier in der Gegend gibt es eine Camperinstutition, Mama Colette. Sie wird als sehr nett beschrieben, und ihre Küche wird hoch gelobt. Leider ist die Strasse zu ihr neuerdings einspurig, weil auch ier auf der zweiten Spur getrennte Radwege angelegt werden. Löblich, aber daurch stehen die Hinweisschilder auf der falschen Seite und sind nicht sichtbar. Egal, im dritten Anlauf finden wir sie. Wir bekommen einen Platz in ihrem Garten zugewiesen, der ist nicht schön, eher eine Ecke Brachland, aber was solls. Ich möchte der Dame nicht unrecht tun, aber wir haben selten schlechter gegessen. Obwohl ich uns zum Essen angemeldet hatte, gab es Abends 2 Teller Pasta, einmal mit Gemüse und einmal Norma, meine sind besser! Wir reisen also recht frustriert am nächsten Morgen ab, das hätten wir uns besser erspart. Aber das ist wirklich nur meine Meinung, andere Menschen sind bei ihr absolut happy.

Im Reiseblog „fluchtauto.de“, den ich gerne lese, steht dass Marsala eine unglaublich schmutzige Stadt sei, das ist aber einige Jahre her. und weil ich mir in den Kopf gesetzt habe, einen Marsala in Marsala zu trinken suchen wir uns einen Parkplatz im Zentrum und erobern die Stadt. Ich bekomme meinen Marsala vor der Kathedrale und wir bummeln durch die Fussgängerzone…sehr nett, schöne Geschäfte, tolle Häuser, und? Nirgendwo Schmutz! Alle paar Meter Abfallkübel mit Mülltrennuung, die offenbar angenommen werden. Die Stadt ist wie frisch gefegt. So ändern sich offenbar die Zustände recht schnell.

Ich erspare mir natürlich, ihr wisst es ja die Kirchen nicht, aber hier hätte ich nichts verpasst, den gepriesenen Charme sizilianischer Kirchen fand ich nicht.

Licata/ Butera

Wir verbringen eine wunderbar ruhige Nacht am Strand, wieder frei, die Solaranlage tut was sie soll. Wasser haben wir genug, also sind wir unabhängig.

An der Strasse gibt es überall wunderbares frisches Gemüse, etwas grösser als bei uns, ein Blumenkohl hat da schonmal über 2 Kilo und ein Fenchel anderthalb, heute gibts einen Fenchel Fisch Auflauf, wir müssen uns ja entschädigen für den Flop von Gestern.

Piazza Armeria

Bei Piazza Armeria liegt die berühmte römische Villa, und die wollen wir natürlich sehen. Einen Tag zuvor waren wir in Agrigentum, wollten die Tempel anschauen, wir sahen sie auch aus der Ferne…am Eingang dürfen keine Wohnmobile parken. Unten dürfen Wohnmobile parken, aber wegen Corona fahren weder die üblichen Busse, noch Taxen. Und natürlich ist der untere Eingang auch wegen Corona gesperrt. Ob wir bei den Bikinimädchen mehr Glück haben?

Der riesige Parkplatz ist schon mal leer, nein, ausser uns gibt es noch ein Auto. Wir marschieren dennoch beherzt Richtung Kasse, ich bin nicht optimistisch.

An der Kasse erklärt uns ein netter Herr, dass wir nur nach Online Voranmeldung beim Ministerium für Altertümer rein dürfen. Dann war der Weg wohl doch umsonst? NÖ!! Wir klicken auf den Ützelgrützel an der Kasse, tragen ein, dass wir zu zweit sind und dürfen rein. Wegen Corona sogar mit Ermässigung! Suuuper.

Wir laufen in die Anlage, nicht so toll, na ja, nicht schlimm…weiter! Auf dem Vorplatz, ist gross, aber immer noch nicht wirklich beeindruckend. Noch ein paar Meter….und ich stehe in Mitten eines Traums! Es ist ganz ohne Übertreibung ein Highlight, wegen dem sich die ganze Reise lohnen würde. Die Villa ist nicht gross, sondern riesig, und wohin man schaut: Bodenmosaike. Die haben vor 2000 Jahren sehr praktisch gedacht, die Wände nutzen sich nicht ab, die werden bemalt, und auf die Böden kommen Mosaike. Je nach Raum erzählen die Mosaike ganze Geschichten. Ich bin begeistert!

Verblüffend sind die bekannten Bikinimädchen…sogar die Hanteln sehen genau aus wie heute. Ich kannte Bilder davon, dachte aber dass es ein Wandbild wäre. Irrtum.

Auf einem gefühlt 50 Meter langen Durchgang sind Szenen wie in fremden Ländern Schiffe be. Und entladen werden…wir Löwen, Tigern, Elefanten… und das vor 2000 Jahren…ich steh und staune. Hier könnte man Stundenlang stehen und rufen „ schau mal da“ und „hast du das gesehen“

Marina di Ragusa / Ragusa

In Marina di Ragusa entscheiden wir uns für einen Stellplatz eines Camperverbandes, absolut nicht schön, aber Waschmaschine und Duschen. Ansonsten Beton mit Maschendraht drumrum. Aber wir werden sehr herzlich begrüsst, es fährt ein Bus nach Absprache kostenlos zum Strand oder Supermarkt, man darf aussen wieder mal was trinken, Sizilien ist gelb, dennoch haben viel Geschäfte zu, ohne Touris lohnt das wohl nicht. Im Hafen hat eine sehr elegante Boutique offen, die behaupten Plastik wär in und vegan und überhaupt….. die Holde schockverliebt sich in eine riesige Handtasche aus Schwarzem veganen Leder mit weissen veganen Lammfell. Ok, wirklich ein heisses Teil. Wird noch etwas reduziert und wechselt den Besitzer, ich schaue ganz vorsichtig auf den Preis von sehr schönen Sneakern…aber bei 375.- Euronen brauche ich schlagartig gar keine neuen Schuhe.

Wir Erholen uns bei einem regionalen Bier mit Salz drin, verdammt lecker! Und wir wollen nach Ragusa…machen wir am nächsten Tag auch.

Sagen wir mal so: es ist schön, aber wenn man es nicht besucht hat, hat man auch nicht viel verpasst. Es ist natürlich wegen Corona vieles geschlossen, das nimmt die Heiterkeit von Strassencafes und flanieren, aber auch sonst finden wir es schön, aber eben nicht toll. Vielleicht sind wir auch schon etwas verwöhnt auf dieser Reise?

Auf der Strasse bekomme ich dicke Bohnen, habe ich noch nie gemacht. Manno, das ist Arbeit! Erst puhlen, dann blanchieren, die dicke Haut entfernen, das geht wie Mandeln putzen… Moni hilft, und? Das beste Risotto seit Jahren…herrlich!!

Die Schalen der Bohnen fühlen sich an wie Nerz…lach

Enna

Ich will ganz unbedingt ins Landesinnere, wir waren ja schon in Piazza Armeria und das hatte mir extrem gut gefallen, also auf nach Enna. Enna liegt auf einen Berg, die Anfahrt ist etwas schweisstreibend… Hund und Holde verstummen wieder und warten auf das Übliche „ Ich will nach Hause Gebrüll“, aber nein, wir kommen oben an und finden einen grossen Freistehplatz vor dem Friedhof. Tolle Aussicht! Aber: seit heute ist Sizilen orange, also wieder nix mit essen gehen, dabei hatte ich mir schon eine Trattoria ausgesucht…Pech!

Aber: ich finde einen traumhaften Metzger, der macht die Cannoli, die ja sonst süss sind ( und leider sehr lecker) aus Fleisch mit Pistazien…Begeisterung!!!!

Enna ist so, wie ich mir eine siziliansche Stadt vorgestellt habe, aber leider ist noch nicht Ostern und so habe ich für euch nur die Tourismusplakate an den Bushaltestellen fotografiert…smile. Ansonsten schauen wir immer besorgter Richtung Ätna, der ist in Sichtweite und spuckt ganz gewaltig. Eigentlich ist geplant weiter Richtung Taormina zu fahren…schaun wir mal. Zuerst geht es nach Noto.

Noto

Die Stadt ist nach einem Erdbeben neu aufgebaut worden, zusammen mit 3 anderen Städten. Und darum ist alles reinster Barock. Ich mochte Barock noch nie, aber vielleicht ist das hier ja weniger pompös und kitschig? Ist es nicht! Es ist Barock, sehr schön, sehr edel, voller Harmonie, und es gefällt mir nicht!

Was mich allerdings begeistert, sind die Skulpturen vor der Kathedrale….sehr beeindruckend, aber leider nur temporär.

Natürlich war ich auch in der Kathedrale…auch Barock.

Überraschung

So…wie weiter? Es ist alles geschlossen. Und der Ätna spuckt schlimme schwarze grobe Asche. Also Taormina fällt flach! Und moni fühlt sich nicht mehr wohl, hat Angst vor dem Vulkan und schläft nicht gut. Also einmal quer über die Insel nach san Vito di Capo/ Casteluzzo. Da schlafen wir am alten Platz wieder sehr gut, aber der Himmel wir dunkel. Der Wetterbericht sagt auch nix Gutes voraus. Eigentlich wollten wir noch eine Woche bleiben, und dann über Lang zurück…. aber bei Orange in Italien und ganz viel Rot dazwischen ist das keine gute Idee! Ich tue was ich nicht mehr wollte. Eine Fähre für den selben Tag wird gebucht!

Nicht bei GNV sondern bei Grimaldi, also auch nicht nach Genua sondern nach Livorno! Ich buche Suite mit Hund. Upps…100 Euro billiger als die Überfahrt auf dem Schröddelkahn mit der üblen dreckigen Kabine!

Mittags fahren wir nach Palermo und es wird wieder sehr still im Wohnmobil. Dass auf 3 Spuren 5 spurig gefahren wird, ok. Dass auch in 3ter Reihe geparkt wird und man für 300 Meter 10 Minuten braucht, auch ok, aber dass sich nun auch noch unser Navi entschliesst, immer nur noch bitte wenden zu rufen, das gibt mir den Rest. Ich sehe den Berg, da muss der Hafen sein und fahre nach Sicht zum Hafen, Fahren? Nein, hupen, schleichen, bremsen und drängeln. Aber wir kommen an. Am Hafentor ein freundlicher Herr in Uniform, will mein Ticket, auf Papier. Ja klar, digital. Es lebe hoch. Als ich gerade rot anlaufe klopft er mir auf die Schulter, trotz Corona und ich verstehe im notfallitalienisch, dass ich in die Agentur muss, die drucken mein Ticket. Also noch mal durch die Stadt? Nein! Er funkt einen Shuttle an, der kommt innerhalb von 5 Minuten bin ich wieder zurück, mit Ticket. Wir dürfen bis zur Fähre fahren, aus lauter Übermut koche ich Spagehtti und wir dürfen pünktlich auf die Fähre. Vorwärts!! Eine Rampe hoch! Im Anschluss ans nächste Auto, kein rückwärts und kein hin und her. Wie treten durch eine Tür und stehen auf einem eleganten Kreuzfahrschiff. Mit Lift,, Mit Rezeption, Mit 2 Zimmerkarten. Und kurz darauf in einer schönen Suite. Wie essen vorzüglich im A la Carte Restaurant, obwohl wir nur 6 Gäste waren haben sie geöffnet, wir schlafen wunderbar und rollen glücklich von Bord und nach Hause. Das war eine wunderschöne , unvergessliche Reise!

Venedig und Lago Maggiore im Winter

Corona hin, Corona her, wir wollen raus! Und nachdem wir ja beim Reisen mit dem Delfin ja keine Kontakte haben, und autark stehen, fahren wir. Wir gefährden weder uns noch andere!

Der direkte Weg durch den Gotthard ist für uns die kürzeste Strecke, kurz überlegen wir doch mal über den Simplon zu fahren, entscheiden uns aber dagegen, das rächt sich später sehr! Die Anreise geht zügig, noch vor Beginn der Ausgangssperre landen auf dem Camping Fusina direkt bei Venedig.

Gotthard in der Sonne
Raststätte bei Milano

Unterwegs um Milano rum grosse Freude: unser Lieblingsrastsätte war ein Jahr geschlossen und bis auf die markante runde Eisenkonstruktion abgerissen, zentraler Punkt darin war immer ein gigantisch grossen Kronleuchter, echt hässlich mit grossen Energiesparbirnen… richtig schröddelig, aber mit Charme. Nun ist das Lokal wieder offen, und auch der Leuchter hängt restauriert wieder in der Mitte.. Alles jetzt sehr edel, das muss einem nicht gefallen….aber der Kaffee ist toll und die Toiletten ein Traum!


Camping Fusina

Ich hatte Camping Fusina angefragt, was ein Platz in der ersten Reihe kostet, und ob man buchen solle…. Antwortmail: Platz kostet 25 Euro und buchen muss man nicht. Ok. Wir kamen an, brauchten zum einchecken unseren negativen Coronatest ( hätte man ja im Mail erwähnen können) aber wir haben ja unsere Tests dabei. In der Rezeption sind 2 Mitarbeiter und auf dem ganzen Platz 5 Gäste, also überfordert waren die Herrschaften offenbar nicht. Platz in der ersten Reihe koste 37 Euro, aber man könne ja aus der zweiten Reihe auch alles sehen. Mhh…sowas mag ich gar nicht! Ich zeige das Antwortmail, ich hatte. Ja explizit nach einem Platz in der ersten Reihe gefragt. Kein Erfolg. Egal. Leider fährt die Fähre in die Stadt nur noch am Morgen hin und am Abend zurück. Das ist nicht was wir wollten, auf der Homepage fährt das Boot jede Stunde. Ausserdem zählt das Boot nicht zum Verbund von Venedig, da kommen also zum Tagesticket für die Stadt ( das man unbedingt braucht) nochmal 13 Euro dazu….hmmmmm wir schlafen mehr schlecht als recht, die vorbeifahrenden Schiffe sehen toll aus, sind aber leider auch saulaut. Ein Blick zur Holden: wir fahren weiter, das ist nicht unser Platz. Ganz und gar und absolut gar nicht!!

Ca Ballarin

Wir kennen die Stadt und die Gegend seit 30 Jahren sehr sehr gut und beschliessen, einmal um die Lagune rum zu fahren, und dann von Punta Sabbioni wie gewohnt in die Stadt überzusetzen.

Ca Ballerin

In Ca Ballerin gibt es einen Freistehplatz direkt am Meer, absolut ungeeignet im Sommer aber im Winter ein Traum!

Von Ca Ballerin nach Punta Sabbioni sind es nur ein paar Kilometer, 10 Minuten, parken kann man an der Fähre, das 24 Stundenticket für alle Schiffe kostet 18 Euro, sehr empfehlenswert. Wenn man länger bleibt wir es noch viel billiger, aber wir wissen noch nicht ob wir öfter in die Stadt mögen…uns ist eher nach Natur.

Venedig ist leer, sogar auf dem Canal Grande ist nichts los… Wir kaufen auf dem Rialtomarkt Gemüse und Fisch, da sin sogar ein paar Cafes geöffnet, aber wir wollen im Cafe Florian die übliche Flasche Lustbrause trinken. Also zur Piazza San Marco. Uups! Alles geschlossen….. sogar Tische und Stühle weggeräumt. Uns rettet in Bier und ein paar Sandwichs in der Birreria Forst, wie imer sehr lecker und auch hier verdammt leer. Wir freuen uns aufs Boot nach Hause und auf unseren Strand!

Weil das Wetter wunderbar und der Platz traumhaft ist, bleiben wir drei Tage und geniessen die ruhige Zeit sehr. Weil wir entsorgen müssen und auch das Wasser knapp wird übernachten wir auf einem normalen Stellplatz in Jesolo. 15 Euro mit Strom, nicht schön aber vollkommen in Ordnung, ein paar Meter zum Strand…also alles ok. Der Platz ist schlecht bewertet, ich kann das nicht nachvollziehen.

Zum Lago Maggiore ist es nicht weit und das Wetter bleibt herrlich! In Canobbio gibt es einen Stellplatz. Wir kommen Sonntag mittag an, und staunen, es ist noch ein Platz frei…alles andere voll! wir richten uns ein, kochen was kleines und setzen uns vor den Delfin mit Blick auf den Fluss. Hektik beginnt…um 17.30 reisen die Italiener ab. Um 18.30 sind nur noch 3 Mobile da….witzig. Der Platz ist im Winter kostenlos, Strom auch! Und die Toilette ist nicht neu aber sehr sauber!

Canobbio ist superschön, alte Gässchen, eine herrliche Promenade am See, ein wirklich charmantes kleines Örtchen. Alle tragen brav Maske und es knubbelt sich auch in den Geschäften keiner…sehr angenehm!

Nach einigen ganz ruhigen Tagen mit viel Nixtun müssen wir weiter. Der Fabrikverkauf bei Alessi winkt mit einer neuen Zitruspresse, die alte hat nach kaum 25 Jahren den Geist aufgegeben. Natürlich finden wir nicht nur eine Presse… ich Schockverliebe mich in neue Töpfe….sagen wir mal so: zum Geld sparen ist ein Werksbesuch bei Alessi nicht wirklich geeignet! Lächel……

Wir sollten mal wieder nach Hause, nach dem Rechten schauen, Wäsche waschen…usw. und wenn nicht auf der Hinfahrt dann nun auf der Rückfahrt: über den Simplon.

Der Pass ist herrlich zu fahren, grosse Schwünge, keine engen Kehren…superschön! Eine reine Genussfahrt! Bis….ja bis unser Navi und auch das Handygoogle uns auf der anderen Seite verlässt. Wir fahren an einer Bahnverladestation vorbei…. sehr hoch auf einem Berg. Und ads Navi meldet: zurück! Das hatte ich auch schon bemerkt, denn die Strasse wurde einspurig. Als wir widerim Tal waren, wollte uns das Vavi wiederauf den Berg schicken, na ja, vielleicht haben wir ne Abfahrt übersehen…aller Serpentinen wieder rauf….tja, und wieder runter… da liegen dann auch meine Nerven blank sogar. Der Hund atmet flach… smile…. also fahre ich nach Gefühl: zum Genfer See und dann Richtung Bern… eigentlich sind wir müde, der Umweg war nicht gerade kurz, also übernachten wir auf einen Schweizer Autobahn…schlafen. Verblüffend gut! Und sind schon früh am Morgen wieder zu Hause. Ist ja auch recht schön, aber nur bis der Gasfuss wieder prickelt…

Ach ja…gekocht wurde auch, ich stelle das versuchsweise jetzt mal ans Ende des Berichts, weil es ja nicht zwingend an Orte gebunden ist!

Rotweinrisotto mit Giancale, zum sterben gut

Sollte einer von euch an Rezepten interessiert sein, schreibe ich sie gerne auf, aber nur dann…grins…das macht nämlich Arbeit, ich machs gerne, aber nur wenn es jemanden interessiert!

Costa Blanca im Winter, Narbonne und Carcassonne

Weihnachten noch mit der Familie (Coronagerecht ohne Freunde) gefeiert und los, die Costa Blanca ruft.

Xabia

Da wir die Schweiz Vignette noch haben, fahren wir bis Genf durch die Schweiz und dann auf französichen Autobahnen…. die sind gut ausgebaut, aber nicht nur teuer, sondern sauteuer. Allerdings haben wir auf einem Rastplatz nahe Valence übernachtet, und ich muss sagen: supertoll! Im Grünen 12 Womostellplätze, den grössten Spielplatz den man sich denken kann, Duschen, Klo, alles blitzsauber….also Hut ab!

Die zweite Nacht verbringen wir auf einem Rastplatz in Spanien…. 16 Euro ohne alles, dafür zwischen Lkw… aber wir wollen keine Umwege machen sondern schnell ankommen. Freunde stehen schon seit 2 Monaten in Xabia und sind sehr zufrieden…also wird das unser erstes Ziel werden.

Der Campingplatz, Campingjavea, gefällt uns leider nicht, ein bisschen Parkplatz ohne Grün oder Charme, aber Duschen sind ok, das Wetter ist schön und für eine Woche kann man das sehr gut aushalten.

Um die Gegend zu erkunden mieten wir uns einen kleinen Fiat 500. Ein richtiges Spassmobil!

Der Überraschungssieger des Tages: eine Baumschule in Xabia…herrliche, witzige Objekte aus Eisen, ein Restaurant und ein sehr guter kleiner Biostande mit der tollsten Mandarinenmarmelade!!

Nach einigen Miradores mit toller Aussicht erreichen wir die Granadella Bucht. Im Sommer sicher überlaufen, im Winter superschön, und weil die Aussicht so toll ist, musste es auch mal ein Paella am späten Vormittag sein…leggaa!!!

Nach einem Tollen Silvesterabend bei unseren Womofreunden im Herrn Geheimrat ( Reiseguckloch.de) rächen wir uns mit einem Abend bei uns… der Platz reicht und auch in der Küche vom kleinen Delfin kann man ein gutes Gästedinner kochen!

Der Campingplatz in Xabia ist nicht ganz das, was wir mögen. man kann nicht motzen, es ist alles da und es ist sauber, aber uns fehlt der Charme, das Grün!! Und uns ist das Meer zu weit entfernt. Sowieso: wir sind nie länger als 4 Tage an einem Platz, hier sind wir schon 24 Tage. Das mit Abstand Beste, ausser unseren Freunden aus dem Geheimrat ist die deutsche Zahnärztin in Xabia! Absolut spitze…und wegen ihr muss ich nochmal hin.

Wir kochen noch einmal heftig und treten die Heimreise an. Eigentlich wollten wir ganz langsam zurück…wettermässig ging es dann doch viel viel schneller als gedacht.

Narbonne Narbonne Plage

wir stehen in Narbonne Plage auf einem Womostellplatz, nicht billig, dafür auch nicht schön, aber ruhig. Ans Meer können wir leider nicht, weil die Wege durch Regen so aufgeweicht sind, dass es eine einzige Schlitterpartie ist, nach 10 Minuten geben wir auf, Wasser kostet 2 Euro, minimengen gibt es nicht… wir reinigen den Hund notdürftig und: ärgern uns weiter! Man zahlt Strom und wasser mit Jetons, die man per Kreditkarte aus einem Automaten holt. 2 Stunden Strom 2 Euro. Ganz schön üppig. Aber ärgerlich wird es, wenn man 6 Jetons einwirft, der Automat sie auch frisst, aber nach 3 Jetons ist schluss….tja… der geneigte Leser rechne mit: man kann keinen Strom über Nacht beziehen! Also raus in der Kälte und nachwerfen. Oder Kühlschrank auf Gas, hatte ich schon vom Gas erzählt? Nein? Upps…kommt am Ende, jedenfalls hatten wir kaum noch was!

Stellplatz Narbonne Plage

Ich war vor 45 Jahren das letzte mal in Narbonne Plage, und schon damals hat es mir nicht gefallen…ein seelenloses, im Winter unbewohntes Kaff am Meer, selbst im Winter alle Parkplätze natürlich für Wohnmobile gesperrt, da wird schon Baguette kaufen zum Kunststück…und sehr lieber Herr Weinhändler, ich konnte meinen Wein nicht abholen, es gab keinen Parkplatz.

Ein Gedicht in Narbonne….wunderschön!

Wir verbringen einen Tag in Narbonne…wunderschön, leer, sonnig und. Billig, wegen Corona haben die Geschäfte zu…zum Glück: Moni schockverliebte sich in eine Handtasche und für mich in eine Lederjacke. Ich will keine neue Jacke und Moni braucht nicht die 134 te Handtasche…also kein Fehler!

Die Kathedrale in Narbonne ist nur zur Hälfte gebaut worden, Aussen ist mehr angefangen als Innenfertig wurde…sehr romantisch von Aussen, und innen merkt man kaum, dass da was fehlt…sehr beeindruckend und wirklich sehenswert.

Die Stadt ist wunderschön, kleine gassen und pompöse Plätze! Herrliche Plätze am Kanal, und nun ist es doch sehr schade, dass alles zu hat, hier würden wir gerne ein Fläschlein Cremont vernaschen!

Nach einer weiteren Nacht auf dem Stellplatz in Narbonne Plage ( wir wollten auf einen …der laut Führer offen hatte, aber zu war. 40 Km umweg, man gönnt sich ja sonst nix) und am nächsten Morgen ist zwar die Sonne weg…aber wir wollen nach Carcassonne. Liegt nicht auf dewm Weg, aber ich war da zu meinem 17 Geburtstag, und Moni noch nie…also los!

Carcassonne

Wir finden in Carcasonne den Stellplatz auf Anhieb, das übliche Schranke auf, in Schleuse fahren, Schranke zu, ticket kaufen, zweite Schranke hoch usw…. ich bekomme da immer schon Schnappatmung zwischen 2 Schranken. Diesmal kann der Automat deutsch! Gut so, denn mein Französisch ist nach der Bestellung eines Pastis schon zu Ende…. ach nein, Baguette und Vin Rouge kann ich noch, hilft aber beim Einchecken nix.

Stellplatz Carcassonne

Der Stellplatz liegt an einer Strasse, die man hört, aber nicht schlimm. Kostet 15 Euro, mit einem Code auf dem Einfahrtsticket gibt es 15 Minuten Wasser und Abwasser und klo entlehren usw. Strom gibts keinen, aber das Gelände ist echt schön gärtnerisch gestaltet!

In 15 Minuten ist man oben in der Stadt, GEWALTIG, es ist wirklich sehr beeindruckend… da haben die Ritter sich was echt tolles zusammengerittert!

Ach ja…es. Ist Corona. Wir begegnen in der ganzen. Riesengrossen Anlage keinen 10 Menschen, das ist einerseits wunderschön, andererseits auch etwas gespenstisch…auf alle Fälle seltsam schön. Natürlich gibt es auch hier nix zu trinken…aber ein Kitschladen hat auf, und so kann Moni wenigstens eine Magneten für den Delfin kaufen…und ich die Ansichtskarten fotografieren, damit ihr das alles richtig sehen könnt!

Ach ja…Kirchen gibts auch! Und da kommt eine witzige Story: ich war zu meinem 17 Geburtstag in Carcassonne, ein Ausflug mit ein paar Jungs aus meinem Internat durch Frankreich. und wie gesagt, zum Geburtstag Carcassonne, die Nacht zuvor in Narbonne Plage…unter dem Sternenhimmel…im August eine Sternschnuppe nach der anderen…superschön. Superschön? Ja schon, aber auch Superkalt…grrrr….viel geschlafen habe ich jedenfalls nicht. Abends nach Carcassonne, ich durfte die Jungs zum Essen einladen…zwar nur Toast, aber teuer! Unser Aufpasser hatte ein Orgelkonzert in der Kirche zur Erbauung ausgesucht, schliesslich war das ja. Keine Vergnügungsreise, die Kirche war schön, die Orgel sicher auch… viel hańbe ich nämlich nicht mitbekommen. Wie immer, wenn mich etwas sehr beruhigt bin ich innerhalb von 2 Minuten eingeschlafen. Das kannmir heute noch passieren! Bei Kirchenkonzerten gabs früher nie Applaus…und so erwachte ich…?? Als ein Messner mit seinem Klingelbeutel vor meiner Nase klapperte und die Kirche ansonsten leer war. Ich wäre beinahe gestorben vor Scham und stopfte im Schock meine letzten 50 Mark in den Klingelbeutel. Die Jungs standen vor der Kirche und haben sich kaputt gelacht…und Mama musste mal wieder Geld schicken. Sie fanddas übrigens nicht komisch.

Leider wurde das Wetter so schröddelig, dass wir nun direkt nach Hause wollten. Ich wusste gar nicht, wie lang es in Frankreich über 1000 M hoch ist….es schneite, mit dem letzten bisschen Gas konnten wir noch mal übernachten…und kamen dann gut nach Hause…

Herbstreise um den Stiefel, Teil 4: San Marino und Soave

San Marino, die Festung

Wir verlassen Arezzo um nach San Marino zu fahren…. zu fahren? Nein, es ist wie im Traum! Die schönste Strasse, die ich je mit dem Wohnmobil gefahren bin.

San Marino

Schon auf der Hinreise sahen wir San Marino aus der Ferne bei Rimini…von weitem sah das extrem schwierig aus, drum war ich sehr gespannt, wie wir die Strecke bewältigen würden. Die direkte Strasse aus Arezzo führt über einige Pässe, die. Alle sehr leicht zu fahren sind, es ist wenig Verkehr und die Landschaft ist unglaublich schön. Heute liegen die Täler in dichtem Nebel und wir fahren sehr sehr lange auf einer Höhenstrasse, die man am liebsten nie mehr verlassen würde. Aber auch hier, wie überall, sogar auf dem Gotthardpass werden gerade zahllose Windkraftanlagen errichtet, schön ? Na ja…..

Stellplatz

Wir nähern uns San Marino, der Womostellplatz ist recht gut zu finden, die Strassen sind lange nicht so steil wie befürchtet. Wir parken auf P10, um die Zeit kosenlos, Strom gegen Münzen….angeblich gibt es von hier einen Lift in die Stadt. Ausgeschildert ist nix…ich mache mich auf Erkundungsgang. Etwa 200 Meter die Strasse hoch gibt es das Parkhaus P 10, von da geht der erste Lift nach oben. Dann den Platz überqueren ( da braucht man schon ein geschultes Auge) der nächste Lift! Und leider erst am letzten Tag entdeckt, ganz versteckt gibt es noch die Lifte 3 und 4!! und für die Dynamischen unter Euch, die uns jetzt belächeln: Wenn man oben. Ist geht es weiter bergauf und ab….wenn man die Festung bis zum Ende erwandert sogar als richtigen Ausflug…ich kann die Lifte also nur empfehlen!

In San Marino kann man offenbar Waffen ohne Probleme kaufen, an jeder Ecke ist ein entsprechender Shop, wir bevorzugen den Duck- Shop und den 365 Tage Christmas- Shop für unsere Einkäufe.

Im Sommer ist hier wohl ein ziemlicher Zirkus mit Wachwechsel an der Burg usw. , ím Herbst gibt es ein wohltuendes Nichts! Gutgelaunte Geschäftsleute, nette Bars, nette Restaurants…und keine Schlangen. TOP!

Bei klarem Wetter kann man angeblich das Meer und Rimini sehen…bei uns wars dunstig, aber uns hat nix gefehlt. Wir fanden es einfach wunderbar hier zu laufen und zu geniessen.

Für das Kunstmuseum bekommt man die Karten im historischen Museum…idiotisch…aber so isses

Im einzigen Bioladen des Städtchens erstehe ich den besten Apfelstrudel ever und es gibt gefüllte Zucchini mit Risotto …saulecker und im Womo gut zu machen.

Kondition ist hier nicht schlecht…jeder Weg ist mit auf und ab verbunden….mehr auf!!!

Soave

Eigentlich wollten wir noch 2 oder 3 Tage an der Adria bleiben, aber ist so neblig dass wir die Hand vor Augen nicht sehen…. also zum letzten Ziel der Reise…Essen und Trinken in Soave!

Der Stellplatz ist gut ausgeschildert und liegt direkt an der Altstadt

Auf die Burg muss man nicht…kann man aber…. sie ist von unten beeindruckender als von oben!

Eines unserer LieblingsLokale…es gibt natürlich nicht nur Bollito Misto….sondern ganz viele tolle regionale Spezialitäten und natürlich den wunderbaren Soave!

Und so klingt unseres Umrundung des Stiefels ende November aus…und wir freuen uns, wenn wir wieder Richtung Italien aufbrechen!