Italien, Wohnmobil-Reisen
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Sizilien im Frühling

Nach der nicht ganz so tollen Spanien Reise imWinter ( unsere Schuld) wollen wir Richtung Sonne, warm und Kultur. Da bleibt ganz schnell nur ein Ziel. Ganz wichtig: Sizilien ist Gelb, die Einschränkungen halten sich also in Grenzen. Wegen der Pandemie zieht es uns sowieso eher in die Natur als in Städte. Also starten wir das Abendteuer Sizilien!

Erste Frage: Wie hinkommen? Ich kalkuliere Zeit und Geld und Strecke und was mir sonst so in den Sinn kommt…preislich ist Fähre und Fahren relativ gleich, also mit der Fähre hin und über Land zurück?

Grau ist alle Theorie, es sollte ganz anders kommen!

Fähre buchen, mit Hund…hmm… doch geht, nicht in der gewünschten Kategorie, aber es geht. Welche Gesellschaft? Pustekuchen, ab Genua gibt es nur GNV. Ok. GNV mit Hund und Wohnmobil.Essensgutschein? Klar, wenn man was sparen kann, wir sind ja 20 Stunden auf dem Schiff.

Wohnmobil klar machen, Zum Coronatest und los. Autobahn ist angenehm leer, in Basel ist kein Zöllner, wir brauchen aber einen, weil wir diesmal noch keine Vignette haben. Es kommt einer, verkauft uns den Papper und weiter…. in Chiasso ist wirklich gar nix los und wir werden einfach durchgewinkt. Was ist denn nun mit Coronatest und Selbsterklärung??

Die Fahrt verläuft sehr gut, bis 100 Km vor Genua aus der Strasse ein Freizeitpark wird. Auf und Nieder, Linksrum, Rechtsrum, vielleicht noch ein Looping? Nein, doch nicht? Ok… vor Genua Stau, wir sind gut in der Zeit, aber über eine Stunde direkt vor der Ausfahrt nervt einfach.

Warten

Das Navi findet den Hafen, es ist 15 Uhr, um 18 Uhr sollten wir da sein. Ich Naivling dachte, wir könnten im Hafen parken und noch nen Kaffee trinken gehen. Pustekuchen, wir stehen vor einer Schranke und kein Mensch in Sicht. Fast pünktlich um 19 Uhr kommen ein paar Uniformierte und kontrollieren die Tests. Als die Schranke auf geht erwarten uns weitere Herren die ausser Tickets und Test und Ausweise kontrollieren warum wir nach Sizilien wollen. Ich packe mein Notfallitalienisch aus und erkläre ich schreibe einen Reiseblog. Hat ausgereicht. Wir dürfen bis zur Fähre fahren. 22 Uhr Abfahrt. Denkste, 22 Uhr ist der Pott gerade leer und es beginnt ein sehenswertes Ballett, wenn die kleinen Schlepper die LKW Container in unglaublicher Geschwindigkeit auf die Fähre rangieren.

23 Uhr dürfen die ersten Autoas an Bord. Wir stehen zwar ganz vorne, sind aber gegen 24 Uhr die letzten die aufs Schiff dürfen. Meine Laune ist nicht mehr so wirklich ganz ungetrübt! Die Herren winken, ich fahre, die Herren fuchteln, ich soll wenden. Hm, das wäre vor der Rampe leichter gewesen, aber ok, Matti wendet, und ihm schwant übles! Ich darf über eine Rampe, die gefühlt 3 Cm breiter als das Wohnmobil ist, RÜCKWÄRTS eine Etage tiefer. Ich bin das letzte Fahrzeug, warum kann ich nicht einfach oben stehen bleiben? Geht nicht. Warum? G E H T N I C H T !!!

Ich fahre die Rampe in slow Motion runter, Frau und Hund werden unsichtbar, sie wissen dass extreme Explosionsgefahr besteht. Unten! Hurra! Nein, jetzt noch bitte zwischen zwei LKW….ÄÄHM. Hinter mir kommt keiner mehr, neben den LKW? G E H T N I C H T

OK, ausgestiegen, Hund in Tasche, Frau an Hand, Ausgang suchen. Aha, unter nem LkwEnde durch, in ein Treppenhaus, das eindeutig ein Fluchtweg für Servicepersonal ist…aber es gibt nix anderes. Hoch, Höher, um Pfosten und Ecken, noch höher…und ein Schild Rezeption! Eine, wie auch immer sehr patzige Dame drückt uns eine Zimmerkarte in die Hand, wir hätten gerne zwei! G E H T N I C H T

Kabine, 2 Bett Aussen, puh, sagen wir mal so, in einer Jugendherberge wären wir sehr enttäuscht gewesen. Ein Bett unter schrägen Fenstern, eins an der Wand, eines hat Licht, eins nicht, dafür hängt am Fensterbett eine Gardine im Bett, die gehört wohl an die Wand, tut sie aber nicht, also abmontiert. Auf in die Bar! Geschlossen, gut dann ein mitgebrachter Wein auf der Bettkante…und schlafen.

Der nächste Morgen ist noch bescheidener als der Abend: Es gibt Kaffee, mit Muffins. Hörnchen, Croissaints oder gar Tramezzini? Nix! …ich hasse Muffins, also Kaffee mit einer Tafel Schokolade, die Holde mümmelt an einem Keks. Langeweile macht sich breit. Lesen… Dösen…Internet ist nicht, Tv gibts nicht. Endlich Mittagessen! Wir haben ja unser Bordguthaben….uupps, tja, Schlange stehen an der Selbstbedienungstheke…es gibt Salat, Nudeln, Braten und Fisch. Ich nehme ALLES. Den Braten würde man in Deutschland als Wurst auf ein Brötchen legen und es wäre nicht üppig belegt. Die Nudeln haben leider gute 10 Minuten zu lang gekocht, dafür haben sie keine Sauce…na ja, etwas öliges Rot ist zu sehen aber nicht zu schmecken. Der Fisch ist ok, ungewürzt, etwas matschig…aber essbar. Ich zahle für dieses Spitzenmenü mit nem Wasser und Weisswein 50 Euro.

Leider ist das Hundefutter im Wohnmobil und da darf man natürlich nicht hin…so kaufe ich dem Hund noch eine Portion Seezunge ( es war keine) und wenigstens Whoopy ist begeistert.

Ein paar Stunden später kommt Bewegung auf, raus aus den Kabinen und ne Stunde in der Bar warten…wir kommen an. Zackzack, alle in die Autos, da ist von Ordnung keine Spur mehr..jeder fährt an jedem vorbei, drängelt sich raus. Draussen wird die Schlange doch wieder brav, denn es wird vor verlassen des Hafens auf Corona getestet. Maskierte Menschen im Overall kommen ans Autofenster und stecken dir ihr Stäbchen ins Hirn. Tja, wir warten aufs Ergebnis…ich vertrete mir die Beine, und ? Mir ist auf der Fähre jemand auf den Fahrradträger gefahren. Wir sind zwar noch direkt am Schiff, aber reklamieren? G E H T N I C H T, nur vor verlassen des Schiffes…Suuuper. Für mich steht fest: Fähre? Nie wieder. Moni hat auch genug.

Zum ersten Stellplatz auf Sizilien sind es nur 2 oder 3 Kilometer, obwohl es spät ist werden wir nett empfangen und schlafen gut und dank der Vorräte auch satt….

Palermo

Wir hatten eine ruhige Nacht, in der Nähe des Stellplatzes gibts einen guten Bäcker und beim Frühstück überlegen wir, was wir nun machen möchten. Da uns wegen Corona der Sinn nicht nach Märkten und Menschenmassen steht, beschliessen wir einfach, die Küste entgegen dem Uhrzeigersinn abzuklappern! Wir fahren einfach los und schon kurz hinter Palermo wird es traumhaft schön.

Oberhalb von Palermo

Wir trödeln an der Küste entlang,, es ist wenig Verkehr und wir geniessen jeden Kilometer

Schon beim ersten Blick auf die Karte ist das erste Ziel klar:

San Vito di Capo

Auf einer schönen gewundenen Strasse fahren wir hin, die Gegend ist wunderschön, Anfang März blüht hier alles und ist wirklich satt grün. In Son Vito angekommen, sind wir entsetzt…. der Ort ist Touristisch und die Stellplätze sind so gar nicht was wir mögen. Seltsam, wir hatten nur das Beste gelesen! Haben wir ne Abzweigung verpasst? Gibts ein anders Son Vito? wir fahren 3 Km zurück biegen ab und sind im Paradies für Freisteher!

Castelluzzo

Wir stehen auf einem traumhaften freien Platz am Strand, im Sommer sicher voll, aber im März doch sehr angenehm. Von hier kann man auch in den Nationalpark Zingaro aufbrechen, aber es reichen uns kürzere Touren. Als Ausrede können wir ja nutzen, dass unser Hund kurze Beine hat. Wir stehen hier einfach einige Tage und geniessen die Ruhe, die Landschaft und das Meer. Einziger Nachteil, man muss genug Verpflegung an Bord haben. In Castelluzzo gibt es nix, und nach San Vito di Capo geht es mit dem Rad etliche Kilometer stetig bergauf.

Im Sommer ist hier wohl nichts mehr grün, aber im März blüht es aus jeder kleinen Spalte, wir sind absolut begeistert von der Flora hier, überraschend, denn in Deutschland findet man diese Vielfalt kaum noch.

Nach einigen Tage wird es uns dann doch zu ruhig, wir verabschieden uns von dieser wunderbaren Bucht und fahren weiter.

Marausa / Marsala

Wir stehen wieder frei, es sieht gut aus, aber was ich nicht verschweigen möchte, und das betrifft einige Gegenden aus Sizilien, es gibt ein Müllproblem. In manchen Orten stapelt sich der Müll. Andere sind blitzsauber. Hier am Strand ist mehr Plastikmüll als Pflanzen, wir müssen es übersehen oder weiterfahren. Nachdem der Platz mitten in den Salinen bei Marsala aber sonst traumhaft ist, bleiben wir.

Es gibt einige wilde Hunde, die sind ganz friedlich, kommen, schauen,gehen wieder. Ich opfere eine Packung Trockenfutter, aber das kennen sie nicht und es interessiert sie auch gar nicht, seltsam!

Hier in der Gegend gibt es eine Camperinstutition, Mama Colette. Sie wird als sehr nett beschrieben, und ihre Küche wird hoch gelobt. Leider ist die Strasse zu ihr neuerdings einspurig, weil auch ier auf der zweiten Spur getrennte Radwege angelegt werden. Löblich, aber daurch stehen die Hinweisschilder auf der falschen Seite und sind nicht sichtbar. Egal, im dritten Anlauf finden wir sie. Wir bekommen einen Platz in ihrem Garten zugewiesen, der ist nicht schön, eher eine Ecke Brachland, aber was solls. Ich möchte der Dame nicht unrecht tun, aber wir haben selten schlechter gegessen. Obwohl ich uns zum Essen angemeldet hatte, gab es Abends 2 Teller Pasta, einmal mit Gemüse und einmal Norma, meine sind besser! Wir reisen also recht frustriert am nächsten Morgen ab, das hätten wir uns besser erspart. Aber das ist wirklich nur meine Meinung, andere Menschen sind bei ihr absolut happy.

Im Reiseblog „fluchtauto.de“, den ich gerne lese, steht dass Marsala eine unglaublich schmutzige Stadt sei, das ist aber einige Jahre her. und weil ich mir in den Kopf gesetzt habe, einen Marsala in Marsala zu trinken suchen wir uns einen Parkplatz im Zentrum und erobern die Stadt. Ich bekomme meinen Marsala vor der Kathedrale und wir bummeln durch die Fussgängerzone…sehr nett, schöne Geschäfte, tolle Häuser, und? Nirgendwo Schmutz! Alle paar Meter Abfallkübel mit Mülltrennuung, die offenbar angenommen werden. Die Stadt ist wie frisch gefegt. So ändern sich offenbar die Zustände recht schnell.

Ich erspare mir natürlich, ihr wisst es ja die Kirchen nicht, aber hier hätte ich nichts verpasst, den gepriesenen Charme sizilianischer Kirchen fand ich nicht.

Licata/ Butera

Wir verbringen eine wunderbar ruhige Nacht am Strand, wieder frei, die Solaranlage tut was sie soll. Wasser haben wir genug, also sind wir unabhängig.

An der Strasse gibt es überall wunderbares frisches Gemüse, etwas grösser als bei uns, ein Blumenkohl hat da schonmal über 2 Kilo und ein Fenchel anderthalb, heute gibts einen Fenchel Fisch Auflauf, wir müssen uns ja entschädigen für den Flop von Gestern.

Piazza Armeria

Bei Piazza Armeria liegt die berühmte römische Villa, und die wollen wir natürlich sehen. Einen Tag zuvor waren wir in Agrigentum, wollten die Tempel anschauen, wir sahen sie auch aus der Ferne…am Eingang dürfen keine Wohnmobile parken. Unten dürfen Wohnmobile parken, aber wegen Corona fahren weder die üblichen Busse, noch Taxen. Und natürlich ist der untere Eingang auch wegen Corona gesperrt. Ob wir bei den Bikinimädchen mehr Glück haben?

Der riesige Parkplatz ist schon mal leer, nein, ausser uns gibt es noch ein Auto. Wir marschieren dennoch beherzt Richtung Kasse, ich bin nicht optimistisch.

An der Kasse erklärt uns ein netter Herr, dass wir nur nach Online Voranmeldung beim Ministerium für Altertümer rein dürfen. Dann war der Weg wohl doch umsonst? NÖ!! Wir klicken auf den Ützelgrützel an der Kasse, tragen ein, dass wir zu zweit sind und dürfen rein. Wegen Corona sogar mit Ermässigung! Suuuper.

Wir laufen in die Anlage, nicht so toll, na ja, nicht schlimm…weiter! Auf dem Vorplatz, ist gross, aber immer noch nicht wirklich beeindruckend. Noch ein paar Meter….und ich stehe in Mitten eines Traums! Es ist ganz ohne Übertreibung ein Highlight, wegen dem sich die ganze Reise lohnen würde. Die Villa ist nicht gross, sondern riesig, und wohin man schaut: Bodenmosaike. Die haben vor 2000 Jahren sehr praktisch gedacht, die Wände nutzen sich nicht ab, die werden bemalt, und auf die Böden kommen Mosaike. Je nach Raum erzählen die Mosaike ganze Geschichten. Ich bin begeistert!

Verblüffend sind die bekannten Bikinimädchen…sogar die Hanteln sehen genau aus wie heute. Ich kannte Bilder davon, dachte aber dass es ein Wandbild wäre. Irrtum.

Auf einem gefühlt 50 Meter langen Durchgang sind Szenen wie in fremden Ländern Schiffe be. Und entladen werden…wir Löwen, Tigern, Elefanten… und das vor 2000 Jahren…ich steh und staune. Hier könnte man Stundenlang stehen und rufen „ schau mal da“ und „hast du das gesehen“

Marina di Ragusa / Ragusa

In Marina di Ragusa entscheiden wir uns für einen Stellplatz eines Camperverbandes, absolut nicht schön, aber Waschmaschine und Duschen. Ansonsten Beton mit Maschendraht drumrum. Aber wir werden sehr herzlich begrüsst, es fährt ein Bus nach Absprache kostenlos zum Strand oder Supermarkt, man darf aussen wieder mal was trinken, Sizilien ist gelb, dennoch haben viel Geschäfte zu, ohne Touris lohnt das wohl nicht. Im Hafen hat eine sehr elegante Boutique offen, die behaupten Plastik wär in und vegan und überhaupt….. die Holde schockverliebt sich in eine riesige Handtasche aus Schwarzem veganen Leder mit weissen veganen Lammfell. Ok, wirklich ein heisses Teil. Wird noch etwas reduziert und wechselt den Besitzer, ich schaue ganz vorsichtig auf den Preis von sehr schönen Sneakern…aber bei 375.- Euronen brauche ich schlagartig gar keine neuen Schuhe.

Wir Erholen uns bei einem regionalen Bier mit Salz drin, verdammt lecker! Und wir wollen nach Ragusa…machen wir am nächsten Tag auch.

Sagen wir mal so: es ist schön, aber wenn man es nicht besucht hat, hat man auch nicht viel verpasst. Es ist natürlich wegen Corona vieles geschlossen, das nimmt die Heiterkeit von Strassencafes und flanieren, aber auch sonst finden wir es schön, aber eben nicht toll. Vielleicht sind wir auch schon etwas verwöhnt auf dieser Reise?

Auf der Strasse bekomme ich dicke Bohnen, habe ich noch nie gemacht. Manno, das ist Arbeit! Erst puhlen, dann blanchieren, die dicke Haut entfernen, das geht wie Mandeln putzen… Moni hilft, und? Das beste Risotto seit Jahren…herrlich!!

Die Schalen der Bohnen fühlen sich an wie Nerz…lach

Enna

Ich will ganz unbedingt ins Landesinnere, wir waren ja schon in Piazza Armeria und das hatte mir extrem gut gefallen, also auf nach Enna. Enna liegt auf einen Berg, die Anfahrt ist etwas schweisstreibend… Hund und Holde verstummen wieder und warten auf das Übliche „ Ich will nach Hause Gebrüll“, aber nein, wir kommen oben an und finden einen grossen Freistehplatz vor dem Friedhof. Tolle Aussicht! Aber: seit heute ist Sizilen orange, also wieder nix mit essen gehen, dabei hatte ich mir schon eine Trattoria ausgesucht…Pech!

Aber: ich finde einen traumhaften Metzger, der macht die Cannoli, die ja sonst süss sind ( und leider sehr lecker) aus Fleisch mit Pistazien…Begeisterung!!!!

Enna ist so, wie ich mir eine siziliansche Stadt vorgestellt habe, aber leider ist noch nicht Ostern und so habe ich für euch nur die Tourismusplakate an den Bushaltestellen fotografiert…smile. Ansonsten schauen wir immer besorgter Richtung Ätna, der ist in Sichtweite und spuckt ganz gewaltig. Eigentlich ist geplant weiter Richtung Taormina zu fahren…schaun wir mal. Zuerst geht es nach Noto.

Noto

Die Stadt ist nach einem Erdbeben neu aufgebaut worden, zusammen mit 3 anderen Städten. Und darum ist alles reinster Barock. Ich mochte Barock noch nie, aber vielleicht ist das hier ja weniger pompös und kitschig? Ist es nicht! Es ist Barock, sehr schön, sehr edel, voller Harmonie, und es gefällt mir nicht!

Was mich allerdings begeistert, sind die Skulpturen vor der Kathedrale….sehr beeindruckend, aber leider nur temporär.

Natürlich war ich auch in der Kathedrale…auch Barock.

Überraschung

So…wie weiter? Es ist alles geschlossen. Und der Ätna spuckt schlimme schwarze grobe Asche. Also Taormina fällt flach! Und moni fühlt sich nicht mehr wohl, hat Angst vor dem Vulkan und schläft nicht gut. Also einmal quer über die Insel nach san Vito di Capo/ Casteluzzo. Da schlafen wir am alten Platz wieder sehr gut, aber der Himmel wir dunkel. Der Wetterbericht sagt auch nix Gutes voraus. Eigentlich wollten wir noch eine Woche bleiben, und dann über Lang zurück…. aber bei Orange in Italien und ganz viel Rot dazwischen ist das keine gute Idee! Ich tue was ich nicht mehr wollte. Eine Fähre für den selben Tag wird gebucht!

Nicht bei GNV sondern bei Grimaldi, also auch nicht nach Genua sondern nach Livorno! Ich buche Suite mit Hund. Upps…100 Euro billiger als die Überfahrt auf dem Schröddelkahn mit der üblen dreckigen Kabine!

Mittags fahren wir nach Palermo und es wird wieder sehr still im Wohnmobil. Dass auf 3 Spuren 5 spurig gefahren wird, ok. Dass auch in 3ter Reihe geparkt wird und man für 300 Meter 10 Minuten braucht, auch ok, aber dass sich nun auch noch unser Navi entschliesst, immer nur noch bitte wenden zu rufen, das gibt mir den Rest. Ich sehe den Berg, da muss der Hafen sein und fahre nach Sicht zum Hafen, Fahren? Nein, hupen, schleichen, bremsen und drängeln. Aber wir kommen an. Am Hafentor ein freundlicher Herr in Uniform, will mein Ticket, auf Papier. Ja klar, digital. Es lebe hoch. Als ich gerade rot anlaufe klopft er mir auf die Schulter, trotz Corona und ich verstehe im notfallitalienisch, dass ich in die Agentur muss, die drucken mein Ticket. Also noch mal durch die Stadt? Nein! Er funkt einen Shuttle an, der kommt innerhalb von 5 Minuten bin ich wieder zurück, mit Ticket. Wir dürfen bis zur Fähre fahren, aus lauter Übermut koche ich Spagehtti und wir dürfen pünktlich auf die Fähre. Vorwärts!! Eine Rampe hoch! Im Anschluss ans nächste Auto, kein rückwärts und kein hin und her. Wie treten durch eine Tür und stehen auf einem eleganten Kreuzfahrschiff. Mit Lift,, Mit Rezeption, Mit 2 Zimmerkarten. Und kurz darauf in einer schönen Suite. Wie essen vorzüglich im A la Carte Restaurant, obwohl wir nur 6 Gäste waren haben sie geöffnet, wir schlafen wunderbar und rollen glücklich von Bord und nach Hause. Das war eine wunderschöne , unvergessliche Reise!

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